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Donnerstag, 16. November 2006
T1.1.2 : Der Wandel der Realitäten
cymep, 14:59h
[... Fortsetzung des Buches]
Eglin Air Force Base, bei Pensacola, Florida 17. Dezember 1991
Ein milder Lufthauch wehte von See her über den Stützpunkt und trug ein wenig der Hitze hinweg, die flirrend über dem Beton der Piste hing, vermochte an diesem Abend jedoch keine richtige Erfrischung zu bringen. Ein paar kleine, flache Wolkenfetzen hoben sich im Südwesten dunkelviolett vor der tiefstehenden Sonne ab, die bald den Meeresspiegel berühren würde und jetzt bereits die Szenerie in ein warmes Orange tauchte. In der Ferne konnte man die roten und grünen Lichterketten an der Kasernenkantine ausmachen, in der Absicht aufgehängt, ein wenig vorweihnachtliche Stimmung zu verbreiten. In der subtropischen Dezemberhitze Nordwestfloridas ein vergebliches Unterfangen.
Private First Class Dave Hicknell konnte sich nicht erinnern, jemals einen so heißen Dezember erlebt zu haben. Die Winter in seiner Heimat North Dakota sahen ein kleines bisschen anders aus und verdienten diese Bezeichnung auch. Er war das zweite Jahr bei den Marines und den ersten Winter hier auf Florida stationiert. Frei bekommen hatte er nicht für die Feiertage, wohl weil er einer der Dienstjüngsten unter den Wachmannschaften war, wie er mutmaßte.
Nun stand er sich also hier gemeinsam mit einem weiteren Neuling namens Miguel Pereiros neben einer Reihe abgestellter General Dynamics F-16 am Rande des Flugfeldes die Beine in den Bauch und beobachtete missmutig, wie in der Ferne zuerst die Flugfeuer der Landebahnbeleuchtung und dann die Flutlichter eingeschaltet wurden, um die sicherheitssensitiven Bereiche der Airbase auszuleuchten.
Pereiros bemerkte melancholisch: „Ein herrlicher Abend, nicht wahr?“
„Unsinn, ein beschissener Abend. Es ist schweineheiß, meine Uniform klebt mir am Leibe wie ein nasser Lumpen und dabei soll ich auch noch weihnachtliche Vorfreude heucheln“, gab Hicknell unwirsch zurück.
„Wie bist du denn drauf, Mann? Bist du kein Christ, oder was? Du kannst ruhig ein wenig toleranter gegenüber deinen ...“
„Oh Mann, das ist es nicht“, unterbrach Hicknell entnervt. „Ich bin genauso katholisch wie jeder einzelne Latino in diesem Land, klar? Mir geht nur das Wetter auf die Nerven. Es ist so drückend schwül, dabei sollte es jetzt angenehm kalt sein und schneien, so wie ich es von daheim gewohnt bin. Das hier ist einfach nicht ... richtig. Irgendwie unwirklich, verstehst du?“
„Ich denke schon“, sagte sein Kamerad nickend. „Aber eigentlich geht es doch gar nicht darum. Ich komme aus New York City. Bei uns ist der Schnee grauer als dieser Betonboden und es kann saukalt werden, wenn man es sich nicht leisten kann, das Apartment zu heizen, doch das wichtigste ist, dass man die Feiertage bei seiner Familie verbringen kann. Aber Kopf hoch, Kumpel, nächstes Jahr kommt neues Frischfleisch, das kann dann anstelle von uns an Weihnachten Dienst schieben.“
„Dein Wort in Gottes Ohr, Compadre“, stimmte Hicknell versöhnlich zu.
Dann standen sie wieder schweigend da und sahen zu, wie eine Rotte F-16 auf der entfernten Rollbahn laut donnernd mit eingeschalteten Nachbrennern abhob und gleich darauf noch im Steigflug eine enge Kehre in Richtung Meer flog, um über dem Golf von Mexico auf Patroullienflug zu gehen.
Hicknell steckte sich den Zeigefinger in den Kragen seiner Uniform und hob das durchgeschwitzte Hemd von der Brust ab. „Es scheint immer schwüler zu werden. Meinst du, es wird ein Wärmegewitter geben?“
Pereiros sah unwillkürlich zum Himmel empor. „Kein einziges Wölkchen über uns zu sehen. Aber du hast recht, die Luft scheint förmlich zu stehen. Als ob sie elektrisch geladen wäre.“
„Ja, ein Gefühl, als ob es einem die Härchen auf den Unterarmen aufstellt. Ob wir uns irgendwo statisch aufgeladen haben?“
Der Lateinamerikaner schüttelte den Kopf. „Hier auf dem Betonboden? Unwahrscheinlich. Vielleicht ... he!“
Er beendete seinen Satz mit einem überraschten Ausruf, als ein kleiner Funke von seiner Gürtelschnalle auf den Lauf seines Colt M-16 übersprang. Erschrocken ließ er die Waffe fallen, die klappernd auf der Piste aufschlug. Die beiden Wachen am anderen Ende der Reihe von aufgestellten Kampfjägern wurden durch das laute Geräusch aufmerksam und sahen zu ihnen hinüber. Sie waren jedoch zu weit entfernt, sodass man ihre erstaunten Gesichter nur erahnen konnte.
Ihre Verblüffung wuchs ins Unermessliche, als nun mit lautem Knistern hochvoltige elektrische Entladungen mit zunehmender Intensität und Häufigkeit zwischen den Flugzeugen hin- und hersprangen. Auch Hicknells Waffe und Handfunkgerät gaben Funken ab und versetzten ihm leichte elektrische Schläge, sodass er beide in einem Anflug von Panik von sich riss und fallen ließ. Sogar seinen Helm musste er sich vom Kopf stülpen, sodass er einen Moment lang nicht hinsah.
Als sich sein Blick wieder hob, gab es einen gleißendhellen Blitz, als ob sich für einen Sekundenbruchteil ein Kubikmeter Sonne vor ihnen zeigte, begleitet von einem schrillen Sirren. Dann ließ die Erscheinung schnell nach; es gab nur noch wenige Funken zwischen den beiden nächsten Jets. Hicknell registrierte unterbewusst, dass beim ersten Flugzeug durch die Stromstöße die Navigationslichter angesprungen waren und beim zweiten die Kanzelverriegelung aktiviert worden war und sich die Haube geöffnet hatte.
Und da ...
Nur wenige Inch vor dem Bugrad der zweiten Maschine war ein kleines Loch im Boden erschienen, keine Handbreit im Durchmesser und irgendwie glutrot von unten heraus erleuchtet. Der Glutschein verblasste, während die beiden Wachen vom anderen Ende der geparkten Flugzeuge zu ihnen herübergelaufen kamen. Einer von ihnen hatte dabei das Handfunkgerät am Mund und rief etwas hinein.
Erst jetzt wurde er gewahr, dass er rücklings zu Boden geplumpst war, und rappelte sich eilig hoch, während er seine Ausrüstung wieder aufsammelte. Er tauschte einen Blick mit Pereiros, dem es jetzt entfuhr: „Heilige Mutter Gottes, was war das?“
„Keine ... keine Ahnung. Ich hab’ so was noch nie gesehen“, gab Hicknell zu und deutete auf das Loch im Beton. „Siehst du das auch?“
„Ja ... vielleicht war es ein Kugelblitz oder so“, mutmaßte Pereiros ratlos, indem er sich der fraglichen Stelle näherte. „He, dieses Loch ist kreisrund, wie mit dem Zirkel gezogen. Und es scheint sich nach unten hin auszudehnen. Wie eine kleine Höhle.“
Er kniete sich hin, stützte sich mit einer Hand am Bugrad des Düsenjägers ab und spähte in das Loch hinein. „Wirklich seltsam. Ich glaube, ich sehe da unten etwas leuchten ... wie zwei kleine rote Punkte ...“
Er zog eine Stablampe aus einer der zahlreichen Uniformtaschen heraus und knipste sie an. Dann richtete er sie auf das kleine Loch und beugte sich vor, um besser hineinsehen zu können.
„Oh mein Gott ...“
Mit schreckgeweiteten Augen fuhr er hoch und sah Hicknell an wie jemand, der gerade ein Gespenst erblickt hatte. „Da unten ist jemand drin! Ich habe einen Mann gesehen!“
Ungläubig sah dieser zu der Öffnung im Beton. „Wie bitte? Wie soll denn da jemand runterkommen? Da sind gut und gerne zwei Fuß Stahlbeton auf dem ganzen Feld verarbeitet. Niemand kann das so einfach unterhöhlen!“
„Sieh doch selbst nach!“, beharrte Pereiros, jetzt mit leicht schriller Stimme.
„Das werde ich auch.“ Barsch entriss er seinem Kamerad die Lampe und beugte sich tief über das Loch. „Was immer das eben auch war, du hast wohl einen elektrischen Schlag abgekriegt, der ein wenig zu heftig für deine Birne war.“
Eine große, sehnige Hand schoss durch das Loch und packte ihn mit stahlhartem Griff an der Kehle. Mit einem gurgelnden Röcheln spürte er, wie die Hand ihn herunterriss, sodass er hart mit dem Kopf auf die Piste neben dem Loch knallte. Der Arm stieß ihn wieder nach oben, ließ aber nicht los, sondern knallte ihn nochmals auf den Beton. Irgendetwas in seinem Kopf knackte laut und verstärkte noch den hämmernden Schmerz vom ersten Anprall.
Und dann geschah etwas Unglaubliches.
Er spürte, wie der Boden unter ihm nachgab und absackte. Noch immer befand sich seine Kehle wie in einem Schraubstock, sodass er unfähig war, etwas zu sagen oder zu erkennen, was genau um ihn herum passierte. Doch dann spürte er, wie der Griff ein wenig nachließ, und riss reflexartig mit beiden Händen an den Fingern des Unbekannten, vermochte sie aber trotzdem kaum zu bewegen.
Von Todesangst und dem daraus resultierenden einsetzenden Adrenalinrausch beflügelt, zerrte er an der Hand, kam los und ließ sich zurückfallen. Er sah plötzlich, dass er in einer nahezu kugelförmigen Höhle von etwa sieben Fuß Durchmesser lag, die beinahe zur Hälfte mit dem Schutt des eingestürzten Betons der „Höhlendecke“ angefüllt war. Und darunter halbwegs vergraben ... der geheimnisvolle Angreifer mit dem stählernen Griff.
Jetzt sah er auch, warum der losgelassen hatte.
Die Decke der kleinen Höhlung hatte unter dem Gewicht des Bugrades nachgegeben, war eingebrochen und hatte den Jet nach vorne wegrutschen lassen. Das Bugrad des tonnenschweren Flugzeuges war auf der Bauchgegend des – offenbar völlig nackten – Mannes zu stehen gekommen und hatte ihn buchstäblich auf dem Boden des Loches festgenagelt. Einen Lidschlag lang hatte Hicknell sogar Mitleid mit ihm, trotz allem, was der ihm hatte antun wollen. Was für eine grausame Art zu sterben.
Immer noch in schockähnlichem Zustand und unfähig, logisch zu denken oder zu handeln, spürte er mehrere Arme, die ihn packten und hastig am Lufteinlass des Düsentriebwerks vorbei aus dem Loch herauszogen. Dann sah er den Mann für einen Moment genauer, bevor er hinter dem Rand der Aushöhlung aus seinem Blickfeld verschwand. Er war sehr groß und muskelbepackt, sein Schädel von groben Gesichtszügen und kurzer blonder Bürstenfrisur geprägt. Er schien ihn direkt aus kalten, eisblauen Augen anzustarren.
Als nächstes bemerkte er die F-16, deren Bugfahrwerk zum größten Teil im Loch verschwunden war und deren Rumpf mit dem Triebwerk-Lufteinlass beinahe den Boden berührte. Gleichzeitig lief ihm Blut ins rechte Auge, worauf er es schloss und sich der Schmerzen bewusst wurde, die durch seinen Kopf dröhnten.
„Mann, Hicknell, was für ein Horror-Trip“, sagte Pereiros ungläubig. Er hatte ihn zusammen mit den beiden anderen Wachen herausgezogen, ihn vorsichtig hingelegt und drückte ihm nun eine Kompresse aus dem persönlichen Erste-Hilfe-Kit gegen die rechte Schläfe. „Am Besten bewegst du dich nicht, wer weiß, wie viel deine Rübe abgekriegt hat.“
„Was zum Henker ist hier bloß passiert?“, wollte einer der beiden anderen Soldaten wissen.
„Woher soll ich das wissen, Mann? Es gab einen Haufen Blitze, ein grelles Licht und ... was ist das?“
Die drei unversehrten G.I.s fuhren herum. Im Hintergrund erklangen mehrere Sirenen und Blaulichter blitzten auf, als drei Jeeps mit hoher Geschwindigkeit vom Wachgebäude auf sie zugefahren kamen. Doch das registrierten sie nur am Rande.
„Was meinst du?“, wollte Pereiros wissen.
In diesem Moment bewegte sich der Kampfjet ein wenig.
„Oh Mann, ich hoffe, dieses Loch wird nicht noch tiefer. Nicht dass wir die Maschine verlieren.“
„Nein, sie ist nicht abgesackt. Sie hat sich eher nach oben bewegt ...“ Pereiros’ Stimme erstarb, als sich die Nase des Jets nochmals unmerklich hob und wieder senkte.
„Was geht hier nur ab? Lebt der Irre etwa noch? Ich denke, er ist von dem Rad zerquetscht worden?“ Eine der beiden Wachen, ein hochgewachsener, schlaksiger Afroamerikaner, wagte sich näher an das Loch heran. Als er hinabspähte, hob sich der Bug des Jets nochmals ruckartig und ein wenig zur Seite.
Völlig fassungslos sagte er: „Das glaub’ ich nicht. Seht euch das an ...“
Ein faustgroßer Betonbrocken flog aus dem Loch heraus und traf ihn an der Stirn. Wie ein gefällter Baum fiel der junge Soldat vornüber und verschwand in der Senke. Hicknell wollte etwas sagen, merkte aber, dass er dazu nicht in der Lage war. Außerdem konnte er seine Beine nicht bewegen; ein außerordentlich seltsames Gefühl.
„Rick! Verd...“ Mit einem grellen Aufschrei und angelegtem Gewehr sprang der zweite Soldat vor und zielte hinab, wurde jedoch von einer knatternden Dreiersalve aus Ricks M-16 durchsiebt. Er fiel auf den harten Boden wie ein Sack nasser Zement und starb stumm und schnell.
Wie in einem schlechten Film tauchte langsam der Kopf des Eindringlings auf, der sogleich Pereiros erspähte. Mit schreckgeweiteten Augen riss dieser sein Gewehr hoch, in der traurigen Gewissheit, zu langsam zu sein.
Er war zu langsam.
Eine weitere Dreiersalve erklang mit hämmerndem Stakkato, begleitet von einem erstickten Aufschrei.
Hicknell zuckte zusammen, als Pereiros direkt neben ihm auf dem Boden aufschlug. Mit gebrochenen Augen starrte der junge Latino direkt in seine Augen und doch in unfassbare Weiten, das Gesicht zu einer Fratze aus ungläubigem Entsetzen und qualvollem Schmerz verzerrt.
Von stechendem Kopfschmerz übermannt, schloss Hicknell die Augen. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Er kam sich immer mehr vor wie in einem üblen Albtraum, aus dem er jeden Augenblick aufwachen musste. Doch allmählich verlor er das Bewusstsein und gab sich damit der Erlösung hin, dem Ende der Schmerzen. Das kreischende Bremsen der Jeeps hörte er gerade noch.
Er bekam nicht mehr mit, wie der Unbekannte die Besatzung des ersten Jeeps mit Dauerfeuer aus beiden Sturmgewehren niedermähte, um sich dann dem zweiten Fahrzeug zuzuwenden, die Dutzenden von Kugeln ignorierend, welche die dortigen G.I.s in ihn hineinpumpten. Auch diese Soldaten starben unwissend dessen, was sie da heimsuchte. Erst eine Granate, aus dem dritten Fahrzeug abgefeuert, traf den gnadenlosen Killer direkt in der Körpermitte und brachte ihn zur Strecke, indem sie ihn zerriss.
Gespenstisch senkte sich die Ruhe nach der ‘Schlacht’ über das Rollfeld. Dann forderte eine der Wachen über Funk weitere Verstärkung und einen Vorgesetzten an, der die Sache begutachten sollte. Er hatte gerade seine Meldung abgesetzt, als eine einzelne Gewehrkugel seine Kehle durchschlug und am Genick wieder austrat. Er hatte nicht einmal geahnt, dass ihm noch immer Gefahr drohen könnte.
Hastig gingen die anderen beiden Soldaten hinter dem Jeep in Deckung. Für einen Moment hatten sie einen Blick auf das Unglaublichste werfen können, was sich ihnen hätte bieten können: der nackte Unbekannte, in der Mitte zerrissen und auf dem Bauch liegend, aber immer noch mit den Sturmgewehren in Händen, irgendwie noch am Leben und verbissen weiterkämpfend.
‘Er hat nicht einmal die Waffen losgelassen’, dachte ein junger Private fassungslos, warf aber dennoch in einer tausendfach geübten Bewegung eine entsicherte Handgranate nach dem Mann-Ding. Die Detonation war viel zu nah am Jeep und verwandelte diesen in einen Fall für den Schrottplatz, er bot aber doch ausreichenden Schutz vor den Schrapnellen der Granaten.
Danach wagten sie einen vorsichtigen Blick über das Fahrzeug hinweg.
Mit Entsetzen ging den Überlebenden des Einsatztrupps auf, was sie da attackiert und so effektiv dezimiert hatte. Sie sahen den jetzt leblosen Klumpen aus Fleisch, Blut, Haut, Haaren ... und noch etwas anderem.
Von diesem Trauma würden sie sich psychisch für den Rest ihres Lebens nicht mehr vollständig erholen.
Hicknell sollte nie erfahren, wie die Überreste dessen, was ihn da so unerwartet heimgesucht hatte, abtransportiert und zur näheren Untersuchung an ein Spezialistenteam nach Kalifornien geschickt wurden. Er war bereits im Koma und erlag zwei Tage später seinen immensen Kopfverletzungen.
Ein Opfer eines neuen Krieges, der so verrückt und sinnlos war, dass er die Grenzen der Logik und sogar der Realitäten sprengen würde.
Ein Wissenschaftler einer Hardwarefirma namens Cyberdyne, welche vor wenigen Monaten von unbekannten Verrückten komplett in die Luft gesprengt worden war, meldete sich auf eine Anfrage des Verteidigungsministeriums hin, um einen nahezu intakten Computer-prozessor, geborgen aus den Überresten der Kreatur, zu begutachten.
Mehrere Monate darauf hatte er ein ganzes Heer von Informatikern und Elektronikern unter sich und konnte sich einer bahnbrechenden Erfindung rühmen. Er hatte das erste Netzwerk mit künstlicher Intelligenz erbaut, ohne jedoch zu ahnen, dass dieses bald ein eigenes Bewusstsein entwickeln würde.
Die Geschichte nahm ihren Lauf.
[Fortsetzung folgt...]
Eglin Air Force Base, bei Pensacola, Florida 17. Dezember 1991
Ein milder Lufthauch wehte von See her über den Stützpunkt und trug ein wenig der Hitze hinweg, die flirrend über dem Beton der Piste hing, vermochte an diesem Abend jedoch keine richtige Erfrischung zu bringen. Ein paar kleine, flache Wolkenfetzen hoben sich im Südwesten dunkelviolett vor der tiefstehenden Sonne ab, die bald den Meeresspiegel berühren würde und jetzt bereits die Szenerie in ein warmes Orange tauchte. In der Ferne konnte man die roten und grünen Lichterketten an der Kasernenkantine ausmachen, in der Absicht aufgehängt, ein wenig vorweihnachtliche Stimmung zu verbreiten. In der subtropischen Dezemberhitze Nordwestfloridas ein vergebliches Unterfangen.
Private First Class Dave Hicknell konnte sich nicht erinnern, jemals einen so heißen Dezember erlebt zu haben. Die Winter in seiner Heimat North Dakota sahen ein kleines bisschen anders aus und verdienten diese Bezeichnung auch. Er war das zweite Jahr bei den Marines und den ersten Winter hier auf Florida stationiert. Frei bekommen hatte er nicht für die Feiertage, wohl weil er einer der Dienstjüngsten unter den Wachmannschaften war, wie er mutmaßte.
Nun stand er sich also hier gemeinsam mit einem weiteren Neuling namens Miguel Pereiros neben einer Reihe abgestellter General Dynamics F-16 am Rande des Flugfeldes die Beine in den Bauch und beobachtete missmutig, wie in der Ferne zuerst die Flugfeuer der Landebahnbeleuchtung und dann die Flutlichter eingeschaltet wurden, um die sicherheitssensitiven Bereiche der Airbase auszuleuchten.
Pereiros bemerkte melancholisch: „Ein herrlicher Abend, nicht wahr?“
„Unsinn, ein beschissener Abend. Es ist schweineheiß, meine Uniform klebt mir am Leibe wie ein nasser Lumpen und dabei soll ich auch noch weihnachtliche Vorfreude heucheln“, gab Hicknell unwirsch zurück.
„Wie bist du denn drauf, Mann? Bist du kein Christ, oder was? Du kannst ruhig ein wenig toleranter gegenüber deinen ...“
„Oh Mann, das ist es nicht“, unterbrach Hicknell entnervt. „Ich bin genauso katholisch wie jeder einzelne Latino in diesem Land, klar? Mir geht nur das Wetter auf die Nerven. Es ist so drückend schwül, dabei sollte es jetzt angenehm kalt sein und schneien, so wie ich es von daheim gewohnt bin. Das hier ist einfach nicht ... richtig. Irgendwie unwirklich, verstehst du?“
„Ich denke schon“, sagte sein Kamerad nickend. „Aber eigentlich geht es doch gar nicht darum. Ich komme aus New York City. Bei uns ist der Schnee grauer als dieser Betonboden und es kann saukalt werden, wenn man es sich nicht leisten kann, das Apartment zu heizen, doch das wichtigste ist, dass man die Feiertage bei seiner Familie verbringen kann. Aber Kopf hoch, Kumpel, nächstes Jahr kommt neues Frischfleisch, das kann dann anstelle von uns an Weihnachten Dienst schieben.“
„Dein Wort in Gottes Ohr, Compadre“, stimmte Hicknell versöhnlich zu.
Dann standen sie wieder schweigend da und sahen zu, wie eine Rotte F-16 auf der entfernten Rollbahn laut donnernd mit eingeschalteten Nachbrennern abhob und gleich darauf noch im Steigflug eine enge Kehre in Richtung Meer flog, um über dem Golf von Mexico auf Patroullienflug zu gehen.
Hicknell steckte sich den Zeigefinger in den Kragen seiner Uniform und hob das durchgeschwitzte Hemd von der Brust ab. „Es scheint immer schwüler zu werden. Meinst du, es wird ein Wärmegewitter geben?“
Pereiros sah unwillkürlich zum Himmel empor. „Kein einziges Wölkchen über uns zu sehen. Aber du hast recht, die Luft scheint förmlich zu stehen. Als ob sie elektrisch geladen wäre.“
„Ja, ein Gefühl, als ob es einem die Härchen auf den Unterarmen aufstellt. Ob wir uns irgendwo statisch aufgeladen haben?“
Der Lateinamerikaner schüttelte den Kopf. „Hier auf dem Betonboden? Unwahrscheinlich. Vielleicht ... he!“
Er beendete seinen Satz mit einem überraschten Ausruf, als ein kleiner Funke von seiner Gürtelschnalle auf den Lauf seines Colt M-16 übersprang. Erschrocken ließ er die Waffe fallen, die klappernd auf der Piste aufschlug. Die beiden Wachen am anderen Ende der Reihe von aufgestellten Kampfjägern wurden durch das laute Geräusch aufmerksam und sahen zu ihnen hinüber. Sie waren jedoch zu weit entfernt, sodass man ihre erstaunten Gesichter nur erahnen konnte.
Ihre Verblüffung wuchs ins Unermessliche, als nun mit lautem Knistern hochvoltige elektrische Entladungen mit zunehmender Intensität und Häufigkeit zwischen den Flugzeugen hin- und hersprangen. Auch Hicknells Waffe und Handfunkgerät gaben Funken ab und versetzten ihm leichte elektrische Schläge, sodass er beide in einem Anflug von Panik von sich riss und fallen ließ. Sogar seinen Helm musste er sich vom Kopf stülpen, sodass er einen Moment lang nicht hinsah.
Als sich sein Blick wieder hob, gab es einen gleißendhellen Blitz, als ob sich für einen Sekundenbruchteil ein Kubikmeter Sonne vor ihnen zeigte, begleitet von einem schrillen Sirren. Dann ließ die Erscheinung schnell nach; es gab nur noch wenige Funken zwischen den beiden nächsten Jets. Hicknell registrierte unterbewusst, dass beim ersten Flugzeug durch die Stromstöße die Navigationslichter angesprungen waren und beim zweiten die Kanzelverriegelung aktiviert worden war und sich die Haube geöffnet hatte.
Und da ...
Nur wenige Inch vor dem Bugrad der zweiten Maschine war ein kleines Loch im Boden erschienen, keine Handbreit im Durchmesser und irgendwie glutrot von unten heraus erleuchtet. Der Glutschein verblasste, während die beiden Wachen vom anderen Ende der geparkten Flugzeuge zu ihnen herübergelaufen kamen. Einer von ihnen hatte dabei das Handfunkgerät am Mund und rief etwas hinein.
Erst jetzt wurde er gewahr, dass er rücklings zu Boden geplumpst war, und rappelte sich eilig hoch, während er seine Ausrüstung wieder aufsammelte. Er tauschte einen Blick mit Pereiros, dem es jetzt entfuhr: „Heilige Mutter Gottes, was war das?“
„Keine ... keine Ahnung. Ich hab’ so was noch nie gesehen“, gab Hicknell zu und deutete auf das Loch im Beton. „Siehst du das auch?“
„Ja ... vielleicht war es ein Kugelblitz oder so“, mutmaßte Pereiros ratlos, indem er sich der fraglichen Stelle näherte. „He, dieses Loch ist kreisrund, wie mit dem Zirkel gezogen. Und es scheint sich nach unten hin auszudehnen. Wie eine kleine Höhle.“
Er kniete sich hin, stützte sich mit einer Hand am Bugrad des Düsenjägers ab und spähte in das Loch hinein. „Wirklich seltsam. Ich glaube, ich sehe da unten etwas leuchten ... wie zwei kleine rote Punkte ...“
Er zog eine Stablampe aus einer der zahlreichen Uniformtaschen heraus und knipste sie an. Dann richtete er sie auf das kleine Loch und beugte sich vor, um besser hineinsehen zu können.
„Oh mein Gott ...“
Mit schreckgeweiteten Augen fuhr er hoch und sah Hicknell an wie jemand, der gerade ein Gespenst erblickt hatte. „Da unten ist jemand drin! Ich habe einen Mann gesehen!“
Ungläubig sah dieser zu der Öffnung im Beton. „Wie bitte? Wie soll denn da jemand runterkommen? Da sind gut und gerne zwei Fuß Stahlbeton auf dem ganzen Feld verarbeitet. Niemand kann das so einfach unterhöhlen!“
„Sieh doch selbst nach!“, beharrte Pereiros, jetzt mit leicht schriller Stimme.
„Das werde ich auch.“ Barsch entriss er seinem Kamerad die Lampe und beugte sich tief über das Loch. „Was immer das eben auch war, du hast wohl einen elektrischen Schlag abgekriegt, der ein wenig zu heftig für deine Birne war.“
Eine große, sehnige Hand schoss durch das Loch und packte ihn mit stahlhartem Griff an der Kehle. Mit einem gurgelnden Röcheln spürte er, wie die Hand ihn herunterriss, sodass er hart mit dem Kopf auf die Piste neben dem Loch knallte. Der Arm stieß ihn wieder nach oben, ließ aber nicht los, sondern knallte ihn nochmals auf den Beton. Irgendetwas in seinem Kopf knackte laut und verstärkte noch den hämmernden Schmerz vom ersten Anprall.
Und dann geschah etwas Unglaubliches.
Er spürte, wie der Boden unter ihm nachgab und absackte. Noch immer befand sich seine Kehle wie in einem Schraubstock, sodass er unfähig war, etwas zu sagen oder zu erkennen, was genau um ihn herum passierte. Doch dann spürte er, wie der Griff ein wenig nachließ, und riss reflexartig mit beiden Händen an den Fingern des Unbekannten, vermochte sie aber trotzdem kaum zu bewegen.
Von Todesangst und dem daraus resultierenden einsetzenden Adrenalinrausch beflügelt, zerrte er an der Hand, kam los und ließ sich zurückfallen. Er sah plötzlich, dass er in einer nahezu kugelförmigen Höhle von etwa sieben Fuß Durchmesser lag, die beinahe zur Hälfte mit dem Schutt des eingestürzten Betons der „Höhlendecke“ angefüllt war. Und darunter halbwegs vergraben ... der geheimnisvolle Angreifer mit dem stählernen Griff.
Jetzt sah er auch, warum der losgelassen hatte.
Die Decke der kleinen Höhlung hatte unter dem Gewicht des Bugrades nachgegeben, war eingebrochen und hatte den Jet nach vorne wegrutschen lassen. Das Bugrad des tonnenschweren Flugzeuges war auf der Bauchgegend des – offenbar völlig nackten – Mannes zu stehen gekommen und hatte ihn buchstäblich auf dem Boden des Loches festgenagelt. Einen Lidschlag lang hatte Hicknell sogar Mitleid mit ihm, trotz allem, was der ihm hatte antun wollen. Was für eine grausame Art zu sterben.
Immer noch in schockähnlichem Zustand und unfähig, logisch zu denken oder zu handeln, spürte er mehrere Arme, die ihn packten und hastig am Lufteinlass des Düsentriebwerks vorbei aus dem Loch herauszogen. Dann sah er den Mann für einen Moment genauer, bevor er hinter dem Rand der Aushöhlung aus seinem Blickfeld verschwand. Er war sehr groß und muskelbepackt, sein Schädel von groben Gesichtszügen und kurzer blonder Bürstenfrisur geprägt. Er schien ihn direkt aus kalten, eisblauen Augen anzustarren.
Als nächstes bemerkte er die F-16, deren Bugfahrwerk zum größten Teil im Loch verschwunden war und deren Rumpf mit dem Triebwerk-Lufteinlass beinahe den Boden berührte. Gleichzeitig lief ihm Blut ins rechte Auge, worauf er es schloss und sich der Schmerzen bewusst wurde, die durch seinen Kopf dröhnten.
„Mann, Hicknell, was für ein Horror-Trip“, sagte Pereiros ungläubig. Er hatte ihn zusammen mit den beiden anderen Wachen herausgezogen, ihn vorsichtig hingelegt und drückte ihm nun eine Kompresse aus dem persönlichen Erste-Hilfe-Kit gegen die rechte Schläfe. „Am Besten bewegst du dich nicht, wer weiß, wie viel deine Rübe abgekriegt hat.“
„Was zum Henker ist hier bloß passiert?“, wollte einer der beiden anderen Soldaten wissen.
„Woher soll ich das wissen, Mann? Es gab einen Haufen Blitze, ein grelles Licht und ... was ist das?“
Die drei unversehrten G.I.s fuhren herum. Im Hintergrund erklangen mehrere Sirenen und Blaulichter blitzten auf, als drei Jeeps mit hoher Geschwindigkeit vom Wachgebäude auf sie zugefahren kamen. Doch das registrierten sie nur am Rande.
„Was meinst du?“, wollte Pereiros wissen.
In diesem Moment bewegte sich der Kampfjet ein wenig.
„Oh Mann, ich hoffe, dieses Loch wird nicht noch tiefer. Nicht dass wir die Maschine verlieren.“
„Nein, sie ist nicht abgesackt. Sie hat sich eher nach oben bewegt ...“ Pereiros’ Stimme erstarb, als sich die Nase des Jets nochmals unmerklich hob und wieder senkte.
„Was geht hier nur ab? Lebt der Irre etwa noch? Ich denke, er ist von dem Rad zerquetscht worden?“ Eine der beiden Wachen, ein hochgewachsener, schlaksiger Afroamerikaner, wagte sich näher an das Loch heran. Als er hinabspähte, hob sich der Bug des Jets nochmals ruckartig und ein wenig zur Seite.
Völlig fassungslos sagte er: „Das glaub’ ich nicht. Seht euch das an ...“
Ein faustgroßer Betonbrocken flog aus dem Loch heraus und traf ihn an der Stirn. Wie ein gefällter Baum fiel der junge Soldat vornüber und verschwand in der Senke. Hicknell wollte etwas sagen, merkte aber, dass er dazu nicht in der Lage war. Außerdem konnte er seine Beine nicht bewegen; ein außerordentlich seltsames Gefühl.
„Rick! Verd...“ Mit einem grellen Aufschrei und angelegtem Gewehr sprang der zweite Soldat vor und zielte hinab, wurde jedoch von einer knatternden Dreiersalve aus Ricks M-16 durchsiebt. Er fiel auf den harten Boden wie ein Sack nasser Zement und starb stumm und schnell.
Wie in einem schlechten Film tauchte langsam der Kopf des Eindringlings auf, der sogleich Pereiros erspähte. Mit schreckgeweiteten Augen riss dieser sein Gewehr hoch, in der traurigen Gewissheit, zu langsam zu sein.
Er war zu langsam.
Eine weitere Dreiersalve erklang mit hämmerndem Stakkato, begleitet von einem erstickten Aufschrei.
Hicknell zuckte zusammen, als Pereiros direkt neben ihm auf dem Boden aufschlug. Mit gebrochenen Augen starrte der junge Latino direkt in seine Augen und doch in unfassbare Weiten, das Gesicht zu einer Fratze aus ungläubigem Entsetzen und qualvollem Schmerz verzerrt.
Von stechendem Kopfschmerz übermannt, schloss Hicknell die Augen. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Er kam sich immer mehr vor wie in einem üblen Albtraum, aus dem er jeden Augenblick aufwachen musste. Doch allmählich verlor er das Bewusstsein und gab sich damit der Erlösung hin, dem Ende der Schmerzen. Das kreischende Bremsen der Jeeps hörte er gerade noch.
Er bekam nicht mehr mit, wie der Unbekannte die Besatzung des ersten Jeeps mit Dauerfeuer aus beiden Sturmgewehren niedermähte, um sich dann dem zweiten Fahrzeug zuzuwenden, die Dutzenden von Kugeln ignorierend, welche die dortigen G.I.s in ihn hineinpumpten. Auch diese Soldaten starben unwissend dessen, was sie da heimsuchte. Erst eine Granate, aus dem dritten Fahrzeug abgefeuert, traf den gnadenlosen Killer direkt in der Körpermitte und brachte ihn zur Strecke, indem sie ihn zerriss.
Gespenstisch senkte sich die Ruhe nach der ‘Schlacht’ über das Rollfeld. Dann forderte eine der Wachen über Funk weitere Verstärkung und einen Vorgesetzten an, der die Sache begutachten sollte. Er hatte gerade seine Meldung abgesetzt, als eine einzelne Gewehrkugel seine Kehle durchschlug und am Genick wieder austrat. Er hatte nicht einmal geahnt, dass ihm noch immer Gefahr drohen könnte.
Hastig gingen die anderen beiden Soldaten hinter dem Jeep in Deckung. Für einen Moment hatten sie einen Blick auf das Unglaublichste werfen können, was sich ihnen hätte bieten können: der nackte Unbekannte, in der Mitte zerrissen und auf dem Bauch liegend, aber immer noch mit den Sturmgewehren in Händen, irgendwie noch am Leben und verbissen weiterkämpfend.
‘Er hat nicht einmal die Waffen losgelassen’, dachte ein junger Private fassungslos, warf aber dennoch in einer tausendfach geübten Bewegung eine entsicherte Handgranate nach dem Mann-Ding. Die Detonation war viel zu nah am Jeep und verwandelte diesen in einen Fall für den Schrottplatz, er bot aber doch ausreichenden Schutz vor den Schrapnellen der Granaten.
Danach wagten sie einen vorsichtigen Blick über das Fahrzeug hinweg.
Mit Entsetzen ging den Überlebenden des Einsatztrupps auf, was sie da attackiert und so effektiv dezimiert hatte. Sie sahen den jetzt leblosen Klumpen aus Fleisch, Blut, Haut, Haaren ... und noch etwas anderem.
Von diesem Trauma würden sie sich psychisch für den Rest ihres Lebens nicht mehr vollständig erholen.
Hicknell sollte nie erfahren, wie die Überreste dessen, was ihn da so unerwartet heimgesucht hatte, abtransportiert und zur näheren Untersuchung an ein Spezialistenteam nach Kalifornien geschickt wurden. Er war bereits im Koma und erlag zwei Tage später seinen immensen Kopfverletzungen.
Ein Opfer eines neuen Krieges, der so verrückt und sinnlos war, dass er die Grenzen der Logik und sogar der Realitäten sprengen würde.
Ein Wissenschaftler einer Hardwarefirma namens Cyberdyne, welche vor wenigen Monaten von unbekannten Verrückten komplett in die Luft gesprengt worden war, meldete sich auf eine Anfrage des Verteidigungsministeriums hin, um einen nahezu intakten Computer-prozessor, geborgen aus den Überresten der Kreatur, zu begutachten.
Mehrere Monate darauf hatte er ein ganzes Heer von Informatikern und Elektronikern unter sich und konnte sich einer bahnbrechenden Erfindung rühmen. Er hatte das erste Netzwerk mit künstlicher Intelligenz erbaut, ohne jedoch zu ahnen, dass dieses bald ein eigenes Bewusstsein entwickeln würde.
Die Geschichte nahm ihren Lauf.
[Fortsetzung folgt...]
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