... newer stories
Montag, 1. Januar 2007
T1.43
cymep, 12:16h
[... Fortsetzung des Buches]
Freiburg im Breisgau, Deutschland - 24. Dezember 1996
„Das ist das Blödeste, was man sich vorstellen kann. Tu mir einen Gefallen und erzähle niemandem in den Staaten irgendwas davon“, gab Abbey mit gefüllten Backen kauend und nuschelnd von sich. Rechts von ihnen gingen jenseits der großflächigen Glasscheibe die Menschen durch die Winterkälte mit hochgeschlagenen Mantelkragen und kondensierender Atemfeuchtigkeit an ihnen vorbei. „Nein, warte: Sag bitte niemandem etwas davon, okay?“
„Ist doch witzig: zwei US-Amerikaner, die am Heiligabend im McDonald’s zu Abend essen.“ CSM 108-1 grinste und biss nochmals von seinem BigMac ab.
Sie verdrehte die Augen. „Was hätten wir auch tun sollen, da heute praktisch nichts anderes mehr aufhat, um wegzugehen?“
„... und es in dieser Gegend weit und breit keinen Burger King gibt?“, fügte er schelmisch hinzu, worauf sie lachte und sie beide die erhobenen Hände mit den flach ausgestreckten Innenflächen zum Zeichen eines äußerst gelungenen Witzes gegeneinander schlugen. CSM 108-1 war natürlich besonders behutsam, um ihr dabei nicht wehzutun und ihren Argwohn zu wecken. Irgendetwas war vorgegangen mit seiner Wahrnehmung, mit seinem Realitätsgefüge. Seit er diesen neuen Weg eingeschlagen hatte, war es beinahe so, als hätte sich die ganze Welt in erahnbaren, aber für ihn nicht eindeutig erfassbaren Nuancen geändert. Er bewegte sich besonders behutsam durch diese neue Zeitlinie und beobachtete, während er gleichzeitig versuchte, so wenig wie möglich zusätzlichen Einfluss auszuüben. Er hatte sich von Karin mit einem kleinen Kuss auf jede Wange und von Simon mit einem festen Händedruck und dem Versprechen, gut auf seine ‚Flamme’ aufzupassen, verabschiedet.
„Und was wollen wir die ganzen Tage über tun?“, fragte sie schließlich und sah ihn über den Rand ihrer Brille hinweg an, ihren Burger in beiden Händen haltend.
„Da wird uns schon etwas einfallen“, meinte er allgemein und machte eine ausholende Handbewegung.
„Wie wäre es mit schwimmen gehen? Falls irgendein Hallenbad über die Feiertage aufhat“, schlug sie vor.
Bedauernd schüttelte er den Kopf. „Tut mir leid, aber das ist nicht mein Fall.“
„Wieso denn nicht? Ich dachte, jeder geht gerne Schwimmen.“
„Tja, Irrtum. Ich war schon immer wasserscheu. Ich bade nicht einmal gerne, sondern ziehe eine Dusche vor“, erklärte er sich. Wegen seiner hohen Körpermasse und des fehlenden ausreichenden Auftriebs aufgrund des kümmerlichen Volumens seiner vergleichsweise winzigen Lungen war er physikalisch unmöglich in der Lage, sich auf irgendeine Weise über Wasser zu halten.
„Dann nicht.“ Sie winkte ab.
„Ich möchte doch nicht riskieren, dich im Badeanzug zu sehen; man soll sich schließlich nicht unnötig in Versuchung führen lassen. Streichen wir also das Schwimmbad. Uns wird doch wohl irgendwas einfallen, mit dem wir uns hier im schönen Herzen des Breisgaus die Zeit vertreiben können“, gab er zu bedenken.
Sie musste lächeln. „Ich finde es bemerkenswert, wie gut du dich an das Leben hier angepasst hast. Man könnte wirklich meinen, du bist ein geborener Freiburger.“
Er hielt eine Sekunde inne beim ersten Teil ihrer Aussage. „Naja, du aber auch. Zumindest dein Deutsch ist sehr gut geworden. Wie lange bist du hier? Ein halbes Jahr oder so? Niemand lernt in dieser kurzen Zeit so gut Deutsch.“
Sie erstarrte ihrerseits einen Lidschlag lang und sah sich dann aus den Augenwinkeln um, bevor sie sich leicht zu ihm vornüber beugte und mit gesenkter Stimme erklärte: „Das bleibt aber unter uns, okay? Es hat etwas mit der Vergangenheit meiner Familie zu tun. Wir sind jüdischen Glaubens; vor dem Zweiten Weltkrieg sind meine Eltern aus Deutschland ausgewandert. Beide hatten drei Geschwister im Deutschen Reich zurückgelassen, nur die Mutter meines Vaters kam damals mit. Niemand von den Daheimgebliebenen überlebte das Dritte Reich, deshalb sind meine Eltern auch gegen alles, was mit Deutschland zu tun hat. Nur meine Oma hat mich und meine Schwester heimlich Deutsch gelehrt, weil sie fand, dass man seine Wurzeln nicht verleugnen sollte und es in jedem Land gute und schlechte Menschen gäbe. Ohne die Hilfe von Freunden meiner Mutter, die allesamt in Hitlers Partei waren, hätten sie schließlich damals auch nicht die Ausreisepapiere bekommen.“
„Ich hatte angenommen, dass du Jüdin bist, aber dass solch eine Tragödie dahintersteckt ...“ CSM 108-1’s Miene drückte Mitgefühl aus.
Sie fuhr fort: „Du kannst dir sicher den Riesenärger vorstellen, den ich mir mit meiner Entscheidung eingehandelt habe, in Deutschland studieren zu gehen. Und wenn ich meinen Eltern jetzt noch erzählen würde, dass ich einen deutschen Mann kennen gelernt habe ... ich glaube, das war es auch, vor dem sie die meiste Angst gehabt haben. Aber was soll ich machen?“
„Das klingt, als ob es dir mit Simon ziemlich ernst ist“, bemerkte er wie beiläufig.
„Nicht weniger ernst, als es ihm mit mir ist, hoffe ich.“ Ihre Stimme drückte Entschlossenheit aus.
„Jedenfalls freue ich mich für ihn, dass er dich kennen gelernt hat. Aber wollt ihr es nicht ein wenig langsamer angehen lassen?“
„Warum denn? Wenn wir beide wissen, was wir wollen ... wenn es nach mir geht, wird er mich so schnell nicht mehr los. Ich werde für ihn da sein, wenn er mich braucht.“ Ihre Miene spiegelte nun beinahe feierlichen Ernst wider, was ihn doch ein wenig erstaunte.
„Wow, das klingt sogar verdammt ernst. Ich hoffe nur, du wirst nicht enttäuscht werden. Ich kann es mir bei ihm zwar nicht vorstellen, denn er nimmt eine feste Beziehung mindestens genauso ernst wie du.“
Sie nickte. „Ich habe in dieser Hinsicht einiges gelernt in letzter Zeit, wenn man so will, sogar von dir. Deine Grabenkämpfe mit Karin können zwar nicht gerade als Lehrbuchbeispiel gelten, aber man kann auch daraus einiges lernen.“
Er stutzte. „Wie war das? ‚Grabenkämpfe’? Nun, das ... vielleicht hast du sogar recht. Aber was kann man daraus schon groß lernen?“
„Mehr als du glaubst. Aber lassen wir dieses Thema lieber.“ Unverwandt sah sie ihn an, bis er sich zu einem Kommentar genötigt sah.
„Nein, du hast ein Recht darauf, zu erfahren, was los ist zwischen uns. Du warst ja eben auch sehr ehrlich zu mir, was deine Beziehung zu Simon angeht.“
Sie winkte ab: „Wenn du nicht willst ...“
Aber er fuhr bereits fort: „Es ist wirklich nicht einfach mit ihr. Ich muss mich in Zurückhaltung üben, weil ich nicht genau weiß, wie wir zueinander stehen. Immer wieder fällt etwas zwischen uns vor, durch das ich es mir mit ihr verderbe. Letzte Woche war sie drauf und dran, mich über die Festtage zu sich nach Hause zu ihrer Familie einzuladen, stell dir mal vor. Und was mache ich? Habe nichts besseres zu tun als sie zu brüskieren, indem ich ihr sage, dass nicht jeder automatisch ein Christ sein muss und ich deshalb keine Weihnachten feiere. Ich glaube, das hat sie verletzt. Ein paar Tage später habe ich im Abfalleimer ein kleines Päckchen mit umgebundener Schleife entdeckt. Geöffnet habe ich es nicht, das schien mir nicht richtig zu sein.“
„Oh shit, sie wollte dir tatsächlich etwas schenken und hat es nach deinem Bekenntnis weggeworfen? Hört sich nicht gut an, Danny.“
Er seufzte. „Ich weiß ...“
„Wollen wir gehen?“ Sie schlürfte mittels Strohhalm den letzten Rest Sprite aus ihrem Becher und aß noch ein paar Pommes Frites.
„Gleich, ich geh’ noch schnell aufs Örtchen.“ Er erhob sich.
„Ich auch; wir treffen uns draußen.“ Sie schlüpfte behände in ihre Jacke und schob sich mit einem gut kalkulierten Schlenker mitsamt Tablett in der Hand an einem älteren Pärchen vorbei zur Rückgabe, bevor sie vor ihm die Treppenstufen zu den Toiletten hinabeilte. Offenbar hatte auch sie ein dringendes Bedürfnis; bei ihm wurde es jedenfalls höchste Zeit, dass er seine miniaturisierte Blase, die bereits nach einem Glas Flüssigkeit randvoll war, entleerte.
Er stellte diverse Überlegungen an über das, was sie über seine Beziehung zu Karin gesagt hatte. Vielleicht wurde es wirklich allmählich Zeit, dass er lernte, mit ihren Gefühlen zu ihm umzugehen und entsprechend zu reagieren. Er konnte schließlich nicht wissen, wie wichtig das noch für ihn werden mochte, auch wenn seine eigene Mission bald abgeschlossen war. Obwohl der zweite Terminator, der für das Identifizieren und den Schutz des ZVA-Effekt-Entdeckers hergesandt worden war, seine Arbeit bereits aufgenommen zu haben schien, würde ihm alles, was er jetzt noch an Wissen sammelte, in seiner neuen Form noch von Nutzen sein können.
[Fortsetzung folgt ...]
Freiburg im Breisgau, Deutschland - 24. Dezember 1996
„Das ist das Blödeste, was man sich vorstellen kann. Tu mir einen Gefallen und erzähle niemandem in den Staaten irgendwas davon“, gab Abbey mit gefüllten Backen kauend und nuschelnd von sich. Rechts von ihnen gingen jenseits der großflächigen Glasscheibe die Menschen durch die Winterkälte mit hochgeschlagenen Mantelkragen und kondensierender Atemfeuchtigkeit an ihnen vorbei. „Nein, warte: Sag bitte niemandem etwas davon, okay?“
„Ist doch witzig: zwei US-Amerikaner, die am Heiligabend im McDonald’s zu Abend essen.“ CSM 108-1 grinste und biss nochmals von seinem BigMac ab.
Sie verdrehte die Augen. „Was hätten wir auch tun sollen, da heute praktisch nichts anderes mehr aufhat, um wegzugehen?“
„... und es in dieser Gegend weit und breit keinen Burger King gibt?“, fügte er schelmisch hinzu, worauf sie lachte und sie beide die erhobenen Hände mit den flach ausgestreckten Innenflächen zum Zeichen eines äußerst gelungenen Witzes gegeneinander schlugen. CSM 108-1 war natürlich besonders behutsam, um ihr dabei nicht wehzutun und ihren Argwohn zu wecken. Irgendetwas war vorgegangen mit seiner Wahrnehmung, mit seinem Realitätsgefüge. Seit er diesen neuen Weg eingeschlagen hatte, war es beinahe so, als hätte sich die ganze Welt in erahnbaren, aber für ihn nicht eindeutig erfassbaren Nuancen geändert. Er bewegte sich besonders behutsam durch diese neue Zeitlinie und beobachtete, während er gleichzeitig versuchte, so wenig wie möglich zusätzlichen Einfluss auszuüben. Er hatte sich von Karin mit einem kleinen Kuss auf jede Wange und von Simon mit einem festen Händedruck und dem Versprechen, gut auf seine ‚Flamme’ aufzupassen, verabschiedet.
„Und was wollen wir die ganzen Tage über tun?“, fragte sie schließlich und sah ihn über den Rand ihrer Brille hinweg an, ihren Burger in beiden Händen haltend.
„Da wird uns schon etwas einfallen“, meinte er allgemein und machte eine ausholende Handbewegung.
„Wie wäre es mit schwimmen gehen? Falls irgendein Hallenbad über die Feiertage aufhat“, schlug sie vor.
Bedauernd schüttelte er den Kopf. „Tut mir leid, aber das ist nicht mein Fall.“
„Wieso denn nicht? Ich dachte, jeder geht gerne Schwimmen.“
„Tja, Irrtum. Ich war schon immer wasserscheu. Ich bade nicht einmal gerne, sondern ziehe eine Dusche vor“, erklärte er sich. Wegen seiner hohen Körpermasse und des fehlenden ausreichenden Auftriebs aufgrund des kümmerlichen Volumens seiner vergleichsweise winzigen Lungen war er physikalisch unmöglich in der Lage, sich auf irgendeine Weise über Wasser zu halten.
„Dann nicht.“ Sie winkte ab.
„Ich möchte doch nicht riskieren, dich im Badeanzug zu sehen; man soll sich schließlich nicht unnötig in Versuchung führen lassen. Streichen wir also das Schwimmbad. Uns wird doch wohl irgendwas einfallen, mit dem wir uns hier im schönen Herzen des Breisgaus die Zeit vertreiben können“, gab er zu bedenken.
Sie musste lächeln. „Ich finde es bemerkenswert, wie gut du dich an das Leben hier angepasst hast. Man könnte wirklich meinen, du bist ein geborener Freiburger.“
Er hielt eine Sekunde inne beim ersten Teil ihrer Aussage. „Naja, du aber auch. Zumindest dein Deutsch ist sehr gut geworden. Wie lange bist du hier? Ein halbes Jahr oder so? Niemand lernt in dieser kurzen Zeit so gut Deutsch.“
Sie erstarrte ihrerseits einen Lidschlag lang und sah sich dann aus den Augenwinkeln um, bevor sie sich leicht zu ihm vornüber beugte und mit gesenkter Stimme erklärte: „Das bleibt aber unter uns, okay? Es hat etwas mit der Vergangenheit meiner Familie zu tun. Wir sind jüdischen Glaubens; vor dem Zweiten Weltkrieg sind meine Eltern aus Deutschland ausgewandert. Beide hatten drei Geschwister im Deutschen Reich zurückgelassen, nur die Mutter meines Vaters kam damals mit. Niemand von den Daheimgebliebenen überlebte das Dritte Reich, deshalb sind meine Eltern auch gegen alles, was mit Deutschland zu tun hat. Nur meine Oma hat mich und meine Schwester heimlich Deutsch gelehrt, weil sie fand, dass man seine Wurzeln nicht verleugnen sollte und es in jedem Land gute und schlechte Menschen gäbe. Ohne die Hilfe von Freunden meiner Mutter, die allesamt in Hitlers Partei waren, hätten sie schließlich damals auch nicht die Ausreisepapiere bekommen.“
„Ich hatte angenommen, dass du Jüdin bist, aber dass solch eine Tragödie dahintersteckt ...“ CSM 108-1’s Miene drückte Mitgefühl aus.
Sie fuhr fort: „Du kannst dir sicher den Riesenärger vorstellen, den ich mir mit meiner Entscheidung eingehandelt habe, in Deutschland studieren zu gehen. Und wenn ich meinen Eltern jetzt noch erzählen würde, dass ich einen deutschen Mann kennen gelernt habe ... ich glaube, das war es auch, vor dem sie die meiste Angst gehabt haben. Aber was soll ich machen?“
„Das klingt, als ob es dir mit Simon ziemlich ernst ist“, bemerkte er wie beiläufig.
„Nicht weniger ernst, als es ihm mit mir ist, hoffe ich.“ Ihre Stimme drückte Entschlossenheit aus.
„Jedenfalls freue ich mich für ihn, dass er dich kennen gelernt hat. Aber wollt ihr es nicht ein wenig langsamer angehen lassen?“
„Warum denn? Wenn wir beide wissen, was wir wollen ... wenn es nach mir geht, wird er mich so schnell nicht mehr los. Ich werde für ihn da sein, wenn er mich braucht.“ Ihre Miene spiegelte nun beinahe feierlichen Ernst wider, was ihn doch ein wenig erstaunte.
„Wow, das klingt sogar verdammt ernst. Ich hoffe nur, du wirst nicht enttäuscht werden. Ich kann es mir bei ihm zwar nicht vorstellen, denn er nimmt eine feste Beziehung mindestens genauso ernst wie du.“
Sie nickte. „Ich habe in dieser Hinsicht einiges gelernt in letzter Zeit, wenn man so will, sogar von dir. Deine Grabenkämpfe mit Karin können zwar nicht gerade als Lehrbuchbeispiel gelten, aber man kann auch daraus einiges lernen.“
Er stutzte. „Wie war das? ‚Grabenkämpfe’? Nun, das ... vielleicht hast du sogar recht. Aber was kann man daraus schon groß lernen?“
„Mehr als du glaubst. Aber lassen wir dieses Thema lieber.“ Unverwandt sah sie ihn an, bis er sich zu einem Kommentar genötigt sah.
„Nein, du hast ein Recht darauf, zu erfahren, was los ist zwischen uns. Du warst ja eben auch sehr ehrlich zu mir, was deine Beziehung zu Simon angeht.“
Sie winkte ab: „Wenn du nicht willst ...“
Aber er fuhr bereits fort: „Es ist wirklich nicht einfach mit ihr. Ich muss mich in Zurückhaltung üben, weil ich nicht genau weiß, wie wir zueinander stehen. Immer wieder fällt etwas zwischen uns vor, durch das ich es mir mit ihr verderbe. Letzte Woche war sie drauf und dran, mich über die Festtage zu sich nach Hause zu ihrer Familie einzuladen, stell dir mal vor. Und was mache ich? Habe nichts besseres zu tun als sie zu brüskieren, indem ich ihr sage, dass nicht jeder automatisch ein Christ sein muss und ich deshalb keine Weihnachten feiere. Ich glaube, das hat sie verletzt. Ein paar Tage später habe ich im Abfalleimer ein kleines Päckchen mit umgebundener Schleife entdeckt. Geöffnet habe ich es nicht, das schien mir nicht richtig zu sein.“
„Oh shit, sie wollte dir tatsächlich etwas schenken und hat es nach deinem Bekenntnis weggeworfen? Hört sich nicht gut an, Danny.“
Er seufzte. „Ich weiß ...“
„Wollen wir gehen?“ Sie schlürfte mittels Strohhalm den letzten Rest Sprite aus ihrem Becher und aß noch ein paar Pommes Frites.
„Gleich, ich geh’ noch schnell aufs Örtchen.“ Er erhob sich.
„Ich auch; wir treffen uns draußen.“ Sie schlüpfte behände in ihre Jacke und schob sich mit einem gut kalkulierten Schlenker mitsamt Tablett in der Hand an einem älteren Pärchen vorbei zur Rückgabe, bevor sie vor ihm die Treppenstufen zu den Toiletten hinabeilte. Offenbar hatte auch sie ein dringendes Bedürfnis; bei ihm wurde es jedenfalls höchste Zeit, dass er seine miniaturisierte Blase, die bereits nach einem Glas Flüssigkeit randvoll war, entleerte.
Er stellte diverse Überlegungen an über das, was sie über seine Beziehung zu Karin gesagt hatte. Vielleicht wurde es wirklich allmählich Zeit, dass er lernte, mit ihren Gefühlen zu ihm umzugehen und entsprechend zu reagieren. Er konnte schließlich nicht wissen, wie wichtig das noch für ihn werden mochte, auch wenn seine eigene Mission bald abgeschlossen war. Obwohl der zweite Terminator, der für das Identifizieren und den Schutz des ZVA-Effekt-Entdeckers hergesandt worden war, seine Arbeit bereits aufgenommen zu haben schien, würde ihm alles, was er jetzt noch an Wissen sammelte, in seiner neuen Form noch von Nutzen sein können.
[Fortsetzung folgt ...]
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories