Mittwoch, 17. Januar 2007
T1.57
cymep, 19:38h
[... Fortsetzung des Buches]
Freiburg im Breisgau, Deutschland - 12. August 1997
Wieder klingelte das Telefon pünktlich zur verabredeten Zeit und wieder stand Karin neben dem Apparat und wartete bereits auf den Anruf. „Hallo Danny. Wie geht es dir? Alles klar bei dir?“
„Ja, mir geht es prima. Ich freue mich schon so auf deinen Besuch.“
„Und ich erst. Ich bin ja so aufgeregt; nur noch zwei Wochen bis zum Abflug. Aber warum die ganze Heimlichtuerei?“, wollte sie immer noch etwas zweifelnd wissen.
„Es wird eine große Überraschung werden. Deshalb musst du auch unbedingt zu der Zeit dort sein und auf mich warten. Leider kann ich dir nicht genau sagen, bis wann ich ankommen werde, aber ich habe alles gut vorbereitet. Das Motel, in dem du absteigst, kenne ich von früher, es ist sehr schön und komfortabel mit allem, was man braucht. Klimaanlage, Fernseher, eigenes Bad, Eismaschine auf dem Flur ... du wirst sehen, typisch amerikanisch, wie in einem B-Movie.“ Sie musste lachen, als sie ihn das sagen hörte.
„Und was mache ich so lange dort, bis du ankommst?“, hakte sie nach.
„Erst mal schläfst du deinen Jet-Lag aus, dann siehst du dir den Ort an, gehst ein bisschen Burger und Pizza essen in den diversen Restaurants. Nimm dir den Leihwagen und sieh dir die Gegend an, aber fahr nicht zu weit weg, damit du dich nicht verirrst und irgendwo in der Wildnis übernachten musst. Nimm auf jeden Fall den Rand Mc’Nally Autoatlas mit; mit dem im Gepäck kannst du dich eigentlich nicht verfahren.“ Er klang sehr ernst, als meine er diese Warnung wirklich ernst.
„Werd’ ich mir merken. Und dann?“
„Das kann ich dir noch nicht verraten. Aber danach haben wir jede Menge Zeit, um zu tun, was immer du willst, okay? Ich kann dir nichts versprechen, aber ich weiß, du wirst heilfroh sein, dass du gekommen sein wirst. “ Er klang fast ein wenig wehmütig bei dieser Aussage, so dass sie beschloss, ihn nicht mehr weiter zu löchern.
„Gut, dann sehen wir uns in zwei Wochen. Heute ist das Päckchen mit allen Reiseunterlagen angekommen. Du hast wirklich an alles gedacht, Schatz, vielen Dank. Ich weiß gar nicht, wie ich das wieder gutmachen soll, ich hätte mir das alles doch gar nicht leisten können.“ Sie war wirklich ein wenig unangenehm berührt angesichts seiner Großzügigkeit.
Seine Stimme klang nun fast heiser. „Das ist das Allermindeste, was ich für dich tun konnte. Ich verdanke dir so viel und habe so viele neue Dinge kennen gelernt und Erfahrungen gemacht, die unbezahlbar sind für mich. Versprich mir nur, dass du da sein wirst. Mach’s gut, Liebling.“
„Ich liebe dich.“ Sie legte auf und dachte daran, dass es das erste Mal war, dass sie das offen zu ihm gesagt hatte, obwohl sie seit Monaten zusammen gewesen waren und so viel miteinander geteilt und durchlebt hatten. Ja, es war schon eine seltsame Zeit, in der sie lebten. Er hatte es zu ihr in dieser Form noch nie gesagt, wenn sie sich recht erinnerte, auch wenn er es ihr auf tausend andere Arten immer und immer wieder gezeigt und gesagt hatte.
Ja, wirklich eigenartig.
[Fortsetzung folgt ...]
Freiburg im Breisgau, Deutschland - 12. August 1997
Wieder klingelte das Telefon pünktlich zur verabredeten Zeit und wieder stand Karin neben dem Apparat und wartete bereits auf den Anruf. „Hallo Danny. Wie geht es dir? Alles klar bei dir?“
„Ja, mir geht es prima. Ich freue mich schon so auf deinen Besuch.“
„Und ich erst. Ich bin ja so aufgeregt; nur noch zwei Wochen bis zum Abflug. Aber warum die ganze Heimlichtuerei?“, wollte sie immer noch etwas zweifelnd wissen.
„Es wird eine große Überraschung werden. Deshalb musst du auch unbedingt zu der Zeit dort sein und auf mich warten. Leider kann ich dir nicht genau sagen, bis wann ich ankommen werde, aber ich habe alles gut vorbereitet. Das Motel, in dem du absteigst, kenne ich von früher, es ist sehr schön und komfortabel mit allem, was man braucht. Klimaanlage, Fernseher, eigenes Bad, Eismaschine auf dem Flur ... du wirst sehen, typisch amerikanisch, wie in einem B-Movie.“ Sie musste lachen, als sie ihn das sagen hörte.
„Und was mache ich so lange dort, bis du ankommst?“, hakte sie nach.
„Erst mal schläfst du deinen Jet-Lag aus, dann siehst du dir den Ort an, gehst ein bisschen Burger und Pizza essen in den diversen Restaurants. Nimm dir den Leihwagen und sieh dir die Gegend an, aber fahr nicht zu weit weg, damit du dich nicht verirrst und irgendwo in der Wildnis übernachten musst. Nimm auf jeden Fall den Rand Mc’Nally Autoatlas mit; mit dem im Gepäck kannst du dich eigentlich nicht verfahren.“ Er klang sehr ernst, als meine er diese Warnung wirklich ernst.
„Werd’ ich mir merken. Und dann?“
„Das kann ich dir noch nicht verraten. Aber danach haben wir jede Menge Zeit, um zu tun, was immer du willst, okay? Ich kann dir nichts versprechen, aber ich weiß, du wirst heilfroh sein, dass du gekommen sein wirst. “ Er klang fast ein wenig wehmütig bei dieser Aussage, so dass sie beschloss, ihn nicht mehr weiter zu löchern.
„Gut, dann sehen wir uns in zwei Wochen. Heute ist das Päckchen mit allen Reiseunterlagen angekommen. Du hast wirklich an alles gedacht, Schatz, vielen Dank. Ich weiß gar nicht, wie ich das wieder gutmachen soll, ich hätte mir das alles doch gar nicht leisten können.“ Sie war wirklich ein wenig unangenehm berührt angesichts seiner Großzügigkeit.
Seine Stimme klang nun fast heiser. „Das ist das Allermindeste, was ich für dich tun konnte. Ich verdanke dir so viel und habe so viele neue Dinge kennen gelernt und Erfahrungen gemacht, die unbezahlbar sind für mich. Versprich mir nur, dass du da sein wirst. Mach’s gut, Liebling.“
„Ich liebe dich.“ Sie legte auf und dachte daran, dass es das erste Mal war, dass sie das offen zu ihm gesagt hatte, obwohl sie seit Monaten zusammen gewesen waren und so viel miteinander geteilt und durchlebt hatten. Ja, es war schon eine seltsame Zeit, in der sie lebten. Er hatte es zu ihr in dieser Form noch nie gesagt, wenn sie sich recht erinnerte, auch wenn er es ihr auf tausend andere Arten immer und immer wieder gezeigt und gesagt hatte.
Ja, wirklich eigenartig.
[Fortsetzung folgt ...]
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