Freitag, 9. Februar 2007
T1.65 - Kapitel 13
[... Fortsetzung des Buches]
- 13 -
Freiburg im Breisgau, Deutschland - 1. September 1997

Karin und Simon waren völlig aufgeregt, als sie ihre Wohnung betraten, und redeten noch immer wild durcheinander, wie sie es den ganzen Heimweg über getan hatten. Dann hob Simon gebieterisch die Hand. „Halt! Wir müssen uns unbedingt jemand anderem mitteilen und sehen, wie dritte Personen reagieren, wenn wir davon berichten.“
Karin wandte skeptisch ein: „Nein, das klingt viel zu unglaublich. Wir würden für verrückt gehalten und eingesperrt werden.“
„Warum kann Abbey kein Handy haben? Sie würde uns sicher glauben“, meinte er ganz zappelig. „Aber sie würde nicht mal eines geschenkt nehmen; sagt, die Strahlung stört sie viel zu sehr. Pfff! Als ob ...“
„Ich weiß, was wir tun! Wir gehen in ein Chatter-Forum für Physik oder Naturwissenschaften und Chatten inkognito mit jemandem darüber. Na, was meinst du?“
„Prima Idee, Karin.“ Simon ging schnurstracks in TSR 3012’s Zimmer und warf CSM 108-1’s Computer an.
„Bist du sicher, dass wir das tun sollten?“ Offenbar kamen ihr nun doch erste Zweifel.
„Klar, der PC gehört schließlich genau genommen Danny. Wir dürfen ihn genauso benutzen wie Abbey, er steht nur zufällig in ihrem Zimmer, solange sie es für ihn ‚verwaltet’. Okay?“ Er winkte sie über die Schulter heran, worauf sie zögerlich nähertrat.
Er stellte bereits die Verbindung ins Internet her und suchte eine entsprechende deutschsprachige Website. Dann meldete er sie an und sah Karin groß an, als er aufgefordert wurde, einen Aliasnamen einzugeben.
TIME BANDITS.
„Was für ein Scheiß“, ließ Karin verlautbaren und sah ihn streng an, worauf er nur noch mehr grinste.
Dann stieg er in eine laufende Unterhaltung ein und verkündete ihr sensationelles Forschungsergebnis.
Nach etwa fünf Minuten wurden sie von zwei der fünf Chat-Partnern mehr oder weniger eindringlich aufgefordert, ihre Teilnahme zu beenden.
„Frustrierend“, war Karins einziger Kommentar, als sie den Computer wieder abschalteten und sich in die Küche setzten.
Simon holte ein Päckchen Spaghetti heraus und hielt sie fragend hoch, worauf sie nur nickte. Er setzte Wasser auf und meinte nur: „Du weißt doch, alle großen Entdecker sind zu Lebzeiten verkannt und verspottet worden. Wir müssen nur ein reproduzierbares Ergebnis erzielen und dieses ausreichend dokumentieren.“
Sie ging zum Schrank und holte eine Dose passierte Tomaten heraus, die sie öffnete und in einen kleinen Topf zum Erwärmen gab, während sie sich ein Holzbrett und ein scharfes Küchenmesser hervorsuchte, um einige Kräuter wie Basilikum und Oregano sowie etwas Knoblauch und Zwiebeln kleinzuhacken. „Wie willst du so etwas denn dokumentieren? Wir landen höchstens in der Klapse, das ist es, was ich dir sage.“
Beide hoben die Köpfe, als die Wohnungstür aufging, doch Abbey verschwand in ihrem Zimmer, ohne auch nur in die Küche hineinzusehen. Sie sahen sich an, zuckten mit den Schultern und fuhren mit der Zubereitung ihrer Spaghetti alla Pommodore fort. „Am Besten sagen wir vorerst noch nichts, bis wir etwas Handfestes haben“, schlug Simon zögerlich vor.
Abbey kam aus ihrem Raum hinaus, lief aber gleich eilig ins Bad weiter und rief nur im Vorbeilaufen durch den offenen Türspalt: „Hallo, wie war’s in der Uni?“
„Interessant. He, wir kochen Pasta“, rief er ihr noch hinterher, als sie wieder verschwand.
„Ich komme in fünf Minuten oder so“, hörte man sie noch, bevor die Badtür zuschlug und der Schlüssel sich vernehmlich im Schloss drehte.
„Nanu, sie schließt ab? Wird wohl keusch auf ihre alten Tage.“ Aus den Augenwinkeln beobachtete Karin während des Umrührens der Soße Simons Reaktion auf ihre Spitze.
Gedehnt meinte er: „Naja, ich verstehe sie schon. Wenn ich mit einer latent bisexuellen Tussi unter einem Dach leben müsste ...“
„He, du Affe, der Spruch letzte Nacht war doch nur ein Joke.“ Sie war versucht, mit dem tomatenverschmierten Kochlöffel nach ihm zu schlagen, worauf er alarmiert einen Satz zurück machte; sein T-Shirt war weiß.
„Schon gut, du hast nur so überzeugend geklungen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass bei Abbeys Anblick ein Mädchen wie du auf dumme Gedanken kommen könnte.“
„Nicht mal in deinen wildesten Träumen“, gab sie zurück, worauf er ein wenig beruhigt an den Herd zurücktrat und etwas Speiseöl in das nun siedende Salzwasser gab, bevor er die Spaghetti langsam hineingleiten ließ.
„Dann ist ja gut.“
Sie rührte versonnen weiter und machte eine leicht beleidigt wirkende Schnute. „Außerdem kannst du das nicht verstehen. Kein Mann kann einem das geben, was zwei Frauen miteinander ...“
Er packte sie und schüttelte sie, worauf sie vergnügt kieckste. Ungnädig schalt er dabei: „Wo sind wir denn hier? In einer schlechten Fortsetzung von ‚Zärtliche Cousinen’? Karin Therese Bochner, dein Humor ist restlos verdorben worden von diesem elenden Amerikaner namens Daniel Corben!“
Aus dem Bad hörte man eine Stimme rufen: „Verpasse ich gerade etwas?“
„Nein, wirklich nicht“, rief Simon zurück.
„Dann ist es ja gut“, antwortete TSR 3012 und beendete gerade den siebenundfünfzigsten und letzten Stich, mit dem sie ihre lange seitliche Schnittwunde vernäht hatte. Vorsichtig zog sie sich ein weites schwarzes T-Shirt darüber, unter dem man nichts von ihrem hochprofessionellen chirurgischen Werk erkennen konnte. In zwei Tagen würde sie den Faden wieder entfernen können.
Doch nun ging sie zu ihren Mitbewohnern und setzte sich zum Abendessen zu ihnen.



„Abbey war so einsilbig heute, hast du es auch gemerkt?“ Simon räumte den Geschirrspüler ein und sah zu Karin hinüber, die noch am Tisch saß und ihren Teller leerte.
„Ja, und dass sie jetzt noch ‚mal schnell’ raus muss ...“ Karin sah zum Küchenfenster auf den Balkon hinaus, hinter dem langsam die Dämmerung über die Dächer von Freiburg herein brach. „Na egal, sie wird schon ihre Gründe haben. So haben wir wenigstens noch mal Gelegenheit, unbemerkt auf unserer Forumsseite nachzusehen.“
„Waren wir uns nicht einig, dass wir erst noch ...?“
„He, nur noch mal schnell nachsehen“, fiel sie ihm eilig ins Wort. „Vielleicht hat jemand von unserer Entdeckung gelesen und möchte sich ernsthaft darüber unterhalten.“ Sie stand auf und spülte ihren Teller kurz aus, bevor sie sich in TSR 3012’s Zimmer begab.
Als Simon zu ihr stieß, saß sie bereits am PC und stellte die Internet-Verbindung her. Er seufzte nur und ließ sie gewähren, als sie die Forumsseite aufrief, auf der sie zuvor über ihren Fund berichtet hatten.
„Da, sieh mal, vor einer Stunde“, sagte sie beim Lesen der Einträge, die seit ihrem Ausstieg gemacht wurden.

CARETAKER: Hallo, Time Bandits. Wir finden eure Entdeckung sehr interessant und würden gerne mit euch darüber reden.
ARCHIMEDES: He, Caretaker, du glaubst diesen Schwachsinn doch nicht etwa?
I.M.N.LOVE: Genau, das ist doch nur Science-Fiction. Wir diskutieren hier nur über ernsthafte Themen.
CARETAKER: Lasst das mal unsere Sorge sein, okay? Ist vielleicht ziemlich abwegig, aber man soll nie ‚unmöglich’ sagen, oder?

„Und so geht das dann eine ganze Weile weiter. Diese Caretaker haben sich ganz schön ins Zeug gelegt für uns. Aber was für ein blöder Chatter-Name – I.M.N. Love. Wozu die vielen Initialen?“ Karin sah Simon fragend an.
Er verdrehte die Augen. „Oh, Mann, ist doch klar: I.M.N. Love ausgesprochen ergibt I’m in love oder zu Deutsch ‚Ich bin verliebt’. Das ist ein Wortspiel, Karin. Klar?“
Unwillig stimmte sie zu: „M-hm. Scheiß-Sprachstudenten, was suchen die in so einem Forum? Ich lasse mal was von uns hören, vielleicht ist dieser Caretaker noch im Netz.“
„Ich glaube, das sind mehrere Leute, die hinter diesem Namen stehen“, merkte Simon noch an, als sie bereits tippte.

TIME BANDITS: Hallo, zusammen. Caretaker, wenn du noch an einem Plausch interessiert bist, wir sind wieder online.

Nichts.

Sie sahen sich an. Simon hob die Schultern. „Hätte ja sein können. Wir können ja noch ein paar Minuten im Netz bleiben, um zu sehen, ob sich noch jemand meldet. Hast du Lust auf Kaffee?“
Sie nickte und gähnte. „Wer weiß, wie lange diese Nacht wird.“
Dann erhob sie sich und folgte ihm in die Küche. Beim Kaffeemachen diskutierten sie über ihr weiteres Vorgehen im Labor, um mit zusätzlichen Tests den Effekt zu reproduzieren, den sie entdeckt hatten.
Als die Kaffeemaschine durchgelaufen war und Simon bereits mit einer Kanne bereitstand, um die schwarze Koffeinbrühe abzufüllen, warf Karin nochmals einen Blick auf den PC.
„Simon, komm mal schnell, sie haben sich gemeldet. Vor weniger als zwei Minuten.“
Er war noch am Abfüllen, als sie sich an die Tastatur setzte und ihre erhaltene Antwort las.

CARETAKER: Hi, Time Bandits. Können wir jetzt über eure Entdeckung reden?

Sie tippte eifrig und hörte Simon in der Küche mit den Kaffeebechern hantieren.

TIME BANDITS: Hallo, Caretaker. Ja, wir sind wieder da. Was wollt ihr denn wissen?
CARETAKER: Eigentlich alles von Anfang an, wie ihr darauf gekommen seid. Woher kommt ihr?
TIME BANDITS: Wir sind Studenten aus Freiburg. Und wie schon so oft war unsere Entdeckung reiner Zufall. Wir haben in einem Labor der Uni gearbeitet. Einer unserer Platznachbarn züchtet Sporen und Schimmelpilze, er lagert das Zeug überall an seinem Arbeitsplatz und ist leider nicht so sorgfältig, wie man sein sollte. Er hat neulich wieder eine undicht verschlossene Petrischale auf dem Tisch stehen lassen. Darauf ist irgendeine seiner

„Was machst du da? Kannst du nicht auf mich warten?“, beschwerte Simon sich, als er für sich und sie jeweils einen großen Kaffeebecher an den Arbeitsplatz trug. Er las ihren Kommentar, den sie noch nicht beendet und abgeschickt hatte.
„Verrat lieber noch nicht irgendeinem, woher wir kommen oder wer wir sind. Wer weiß, wer das ist. Das ist Internet, Karin.“
„Schon gut“, lenkte sie mürrisch ein und löschte den ersten Satz. Den zweiten passte sie entsprechend an und fuhr dann fort.

Darauf ist irgendeine seiner Schimmelkulturen auf Wanderschaft gegangen und hat sich auf einem Mineralstreifen niedergelassen, den wir aus einem Stein herausgeschnitten und auf eine Versuchsanordnung aufgespannt hatten, um diverse physikalische Merkmale der Kristallstruktur zu messen. Stellt euch nur vor, wie wir gestaunt hatten!
CARETAKER: Was genau ist denn dann passiert?
TIME BANDITS: Wir haben die elektrische Leitfähigkeit messen wollen und verschiedene Spannungen auf der Probe angelegt sowie mit der Amplitude des Stromes gespielt. Und plötzlich haben die Werte total verrückt gespielt und alle Skalen der Messinstrumente gesprengt. Es hat so ausgesehen, als habe der Stein geleuchtet und das ganze Zimmer in grelles bläuliches Licht gehüllt. Wir haben sofort alles ausgeschaltet und uns erst einmal gewundert, wie ihr euch denken könnt. Und dann haben wir den hauchdünnen blaugrünen Sporenrasen auf dem Kristall entdeckt, den wir schon bei unserem letzten Laborbesuch vorbereitet hatten.
CARETAKER: Das hört sich schon sehr nach Science-Fiction an, müsst ihr zugeben.
TIME BANDITS: Schon, aber das beste kommt erst noch. Mein Kommilitone war kurz auf dem WC und sagte beim Zurückkommen zu mir, wir müssten aufhören, weil unsere Zeit um sei. Auf meiner Uhr hatten wir jedoch noch eine Viertelstunde. Die Uhr an der Laborwand und seine Armbanduhr zeigten dasselbe an. Er hatte aber auf der Ganguhr eine andere Zeit abgelesen.
Wir gingen auf den Gang und tatsächlich ging die Uhr dort eine Viertelstunde vor ... oder unsere Uhren eine Viertelstunde nach? Wir haben zum Glück Blick auf eine Kirchturmuhr, die zeigte auch eine Viertelstunde später. Was sagt ihr nun?
CARETAKER: War es ein EMP?

Karin sah ihn einen Moment lang an: „Soll ich eigentlich noch anmerken, dass meine Uhr rein mechanisch läuft und daher von einem EMP gar nicht hätte betroffen sein können?“
„Lass das lieber. Ich glaube das ja selbst noch nicht. Es hört sich auch so schon lächerlich genug an. Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, okay?“ Simon wollte sich offenbar nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Sie nickte und fuhr fort wie besprochen.

TIME BANDITS: Offenbar, denn aus den Messgeräten haben wir nichts mehr herausbekommen. Es ist aber vollkommen unmöglich, mit einem Transformator, der mit normaler Hausspannung betrieben wird, einen so starken elektromagnetischen Impuls zu schaffen. Das Energieniveau muss irgendwie extrem verstärkt worden sein. Wir haben dafür keine andere Erklärung als die besondere Verbindung des Kristalls mit dem Schimmelpilz.
CARETAKER: Ihr meint, das Feld wurde sozusagen von einem lebenden Organismus erzeugt? Das klingt für uns plausibel.

Karin und Simon sahen sich an. „Sie glauben uns!“

TIME BANDITS: Was glaubt ihr, was den Effekt verursacht hat?
CARETAKER: Es ist zweifellos die Verbindung des Pilzes mit dem Kristall. Wir haben sozusagen selbst schon erste Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt, aber nicht in dieser Form. Wenn ihr uns verratet, wer ihr seid, könnten wir gemeinsam die Versuchsanordnung perfektionieren, mit einem reineren Kristall und sauber gezüchteten Schimmelkulturen. Es können sich Energieverstärkungen von ungeahntem Ausmaß erzielen lassen. Woher kommt ihr?
TIME BANDITS: Wir sind aus

Eine Fehlermeldung blinkte auf dem Bildschirm.


Die Verbindung wurde unterbrochen.


Verwirrt sah Karin zu Simon hin. Aus dem Augenwinkel sah sie einen Schatten im Türrahmen stehen. Der Umriss hielt das Verlängerungskabel der Telefonschnur in der Hand.
Mit sehr ernster Miene sagte Abbey: „Wir müssen uns unterhalten.“



Sie saßen zu dritt um das fensterseitige Ende des Küchentisches herum, jeder mit einer Kaffeetasse in der Hand. Karin und Simon, vor allem letzterer, sahen sie verstört an, denn sie konnten sich keinen Reim auf ihr ungewohntes und fremdartiges Verhalten machen.
„Ich hoffe, ich konnte die Verbindung noch rechtzeitig unterbrechen. Wie lange habt ihr mit diesen Individuen schon kommuniziert?“
„Wir ... ein paar Minuten vielleicht. Aber warum hast du unseren Chat unterbrochen? Das war nur eine ganz harmlose Unterhaltung mit Gleichgesinnten“, warf Karin ein.
TSR 3012 starrte auf die dampfende Tasse in ihrer Hand. „Ich fürchte, ihr irrt euch. Ich hatte bisher keine Ahnung, dass ausgerechnet ihr es sein könntet, die ich suche. Das Schicksal in dieser Welt beschert uns einfach zu viele verrückte Zufälle. Als ob ich in einem schlechten Film gelandet wäre. Und jetzt muss ich wohl einiges erklären, obwohl wir vielleicht gar keine Zeit dafür haben werden.
Zuerst einmal muss ich mir den Server vornehmen, auf dem ihr gechattet habt. Wenn es genug Spuren von euch dort gibt, können sie euch hierher zurückverfolgen. Und so wie ich sie kenne, sind sie äußerst fähig darin, sich Zugang zu diesen Computersystemen zu verschaffen. Sie haben garantiert mindestens einen Spezialisten dafür im Team. Die Menschen überlassen in dieser Hinsicht nichts dem Zufall.“
„Je mehr du erzählst, desto weniger verstehe ich“, beschwerte Simon sich. „du hörst dich an wie ein Spion oder Geheimagent oder so. Bitte hör’ auf damit, okay? Das kann einem ja richtig Angst machen. Außerdem waren wir vor zwei Stunden schon einmal in diesem Forum.“
TSR 3012 sah auf und starrte ihn mit ihren grünen Katzenaugen durchdringend an. „Das hättet ihr mir früher sagen sollen. Unter diesen Umständen haben sie euch definitiv; es ist nur eine Frage der Zeit. Ich muss sofort eure Spuren verwischen.“
Sie erhob sich mit versteinerter Miene und schritt schnurstracks in ihr Zimmer, um ins Internet zu gehen. Karin und Simon sahen sich bestürzt an. Karin flüsterte: „Ist sie irgendwie übergeschnappt oder so?“
„Keineswegs, Karin“, kam TSR 3012’s Antwort aus ihrem Zimmer, was Karin zusammenzucken ließ.
„He, wie konntest du das hören?“ Sie kam in ihr Zimmer und erstarrte, als sie auf den Bildschirm sah. „Und was tust du da?“
„Ich hacke mich in euren Server, um die Spuren eures Chats aus diesem zu löschen.“ TSR 3012 sah nicht einmal über ihre Schulter, sondern ließ ihre Finger beständig über die Tasten des Keyboards huschen, beinahe zu schnell für das menschliche Auge. Plötzlich hörte sie auf und schaltete den Computer aus, ohne ihn auch nur herabzufahren oder die Internetverbindung zu beenden. Sie sah bedauernd auf.
„Es war zu spät. Sie waren vor mir im System. Jetzt kennen sie eure e-mail-Adresse. Lass mich raten: Vor- und Nachname, @ und Servername.“ Sie wartete auf eine Antwort und fixierte ihre Freundin.
„Ja, aber ...“ Weiter kam sie nicht, da TSR 3012 sie am Arm packte und bestimmt aus dem Zimmer zog. „Was soll das, Abbey?“
„Ihr müsst sofort packen. Einen Koffer oder eine Reisetasche mit der nötigsten Kleidung. Wir werden vielleicht einige Wochen weg sein. Es ist hier nicht mehr sicher. Ich bitte euch, beeilt euch, das ist mein voller Ernst. Wir sind alle in Lebensgefahr.“ TSR 3012 stand mit Karin an der Küchentür und erklärte das ihr und Simon, die beide völlig perplex und sprachlos waren und nicht reagierten.
„Wir können doch nicht einfach so alles stehen und liegen lassen, Abbey! Weißt du eigentlich, was du da von uns verlangst?“ Unwillig verschränkte Karin die Arme über der Brust; Simon indes schien drauf und dran, ihre natürliche Reaktion der Abwehrhaltung zu unterstützen und ebenfalls auf stur zu schalten.
Sie schloss die Augen und sagte ernst und ruhig: „Also gut. Ich kann verstehen, dass euch das absurd und unglaublich vorkommen muss. Ich kann euch jetzt nur so viel erzählen, dass ich mich hier in Freiburg einleben sollte und als Studentin getarnt nach eurer Entdeckung Ausschau halten sollte. Wir wussten nur, dass, nicht aber, wem diese Entdeckung gelingen würde, deshalb habe ich mich in diesem Umfeld etablieren sollen ... was mir wohl auch gelungen ist.“
Sie sah Simon mit einem wehmütigen Lächeln an, worauf dieser sich langsam von seinem Stuhl erhob und auf sie zukam. „Du willst mir nicht allen Ernstes erzählen, dass du eine amerikanische Agentin oder so was bist. Das darf einfach nicht wahr sein.“
„Ich habe euch schon mehr erzählt, als ich dürfte. Meine Tarnung musste perfekt sein. Meine Mission: euch zu identifizieren und zu schützen. Die Mission meiner Gegner: euch zu identifizieren und zu töten, um das Bekanntwerden eurer Entdeckung zu verhindern. Ihr habt freundlicherweise direkt mit ihnen kommuniziert und sie beinahe direkt hergeführt. Klingt für mich wie ungewollt versuchter Selbstmord.“ Sie zog einen Mundwinkel ironisch hoch.
Karin schlug die Hände vor den Mund: „Oh mein Gott! Wenn du nicht zufällig gerade gekommen wärst ...“
„Würdet ihr beide jetzt wohl nicht mehr leben. Aber wir haben so oder so nicht mehr viel Zeit. Packt sofort etwas zum Anziehen und eure Reisepässe ein, damit wir verschwinden können.“ Sie schob beide zu ihren Zimmern hin.
„Reisepässe? Wohin geht es denn?“, fragte Simon.
„In die USA, bis sich die erste Aufregung gelegt hat. Fürs Erste nach New York.“
„New York!“, rief Karin erfreut. „Werden wir Daniel sehen können?“
„Nein, er ist zur Zeit nicht dort, aber wir fahren unter anderem wegen ihm in die USA. Ich werde Verstärkung brauchen, um euch effektiv schützen zu können.“ TSR 3012 ließ diesen Kommentar im Raum stehen. Simon war der Erste, der hinter den Sinn kam.
„Du willst damit sagen, auch Daniel ...? Das wird ja immer besser! Zuerst heuere ich eine Art Geheimagent als Mitbewohner an und der vermacht sein Zimmer dann an seine Kollegin. Ich muss sagen, ihr habt es gut verborgen, dass ihr euch gekannt habt.“ Er holte von seinem Kleiderschrank einen dunkelblauen Hartschalenkoffer herunter.
„Wir haben uns nicht gekannt. Genauer gesagt, er hat nicht gewusst, dass ich zu der Organisation gehöre; er war so eine Art Scout oder Wegbereiter. Er hat sein Zimmer aus reinem Zufall mir vermacht; wahrscheinlich, weil ich ein Landsmann bin und er wollte, dass ich dir nahe bin. Das war ein Akt echter Freundschaft von ihm.“ Auch TSR 3012 ging nun in ihren Raum, um schnell ein paar Kleidungsstücke zusammenzustellen. Die Tatsache, dass sie die einzige war, die von seinem Waffenarsenal auf dem Dachboden wusste, und das durchaus auch ein Grund für ihn gewesen sein musste, ließ sie unerwähnt.
„Davon habe ich schon gehört, eine Art Zellensystem. Auf diese Art kann ein Subjekt, das in Gefangenschaft gerät, keine anderen Mitglieder seiner Organisation verraten.“ Karin rief nun ungeniert zwischen den Zimmern hin und her, während sie alle eilig packten. „Aber Daniel ... jetzt verstehe ich so einiges ... warum er so überstürzt abreisen musste ... warum er zu unserem Rendez-vouz in Oregon nicht kommen konnte. Ihm ist doch nichts passiert, oder?“
TSR 3012 kam mit einer großen Reisetasche über der Schulter in ihr Zimmer. „Keine Angst, Karin. Ich kann dir versichern, dass es ihm gut geht, er ist momentan sicher aufgehoben an einem
geheimen Ort. Und ich bin mir sicher, dass er es gehasst hat, dir so viel verheimlichen zu müssen. Letztendlich war es auch für eure Sicherheit, dass ihr nichts darüber erfahren durftet. Und unsere Freundschaft und unsere ... Gefühle für euch sind echt, das kannst du mir glauben. Wir hatten ja keine Ahnung, dass ausgerechnet ihr beide es sein würdet, die sich als die Ziele unserer Feinde erweisen würden.“
Ein wenig verwundert sah Karin sie an, als sie ihr mit der Hand über die Wange strich, beinahe zärtlich. Sie nahm ihre Hand und drückte sie ihrerseits sanft. „Danke, Abbey. Ich glaube dir, auch wenn ich es noch nicht ganz verstehe. Geh’ jetzt lieber zu Simon.“
Das tat sie. Für eine Minute konnte Karin darauf keine weiteren Pack- und Suchgeräusche aus Simons Zimmer mehr hören.



Wenige Minuten später standen alle drei unten im Hausgang vor der Ausgangstür. TSR 3012 wies ihre beiden Mitbewohner an, hier im Flur zu warten, während sie CSM 108-1’s Auto holen würde.
Vorsichtig öffnete sie die Haustür einen Spalt weit und sah sich draußen um. Alles klar.
Behände lief sie durch die düstere, schmale Gasse zur Wasserstraße und schlüpfte in den Zugang der Tiefgarage, in welcher CSM 108-1 einen Stellplatz für seinen Wagen gemietet hatte. Dabei überlegte sie: Wie gut war er noch in Schuss? Sie war seit seiner Abreise einmal im Monat heimlich ein paar Runden damit gefahren, damit er nicht einrostete, aber mehr Bewegung hatte er nicht bekommen.
Sie hatte natürlich gewusst, wo CSM 108-1 den Reserveschlüssel aufbewahrt hatte. Die Zentralverriegelung funktionierte tadellos, der Motor sprang ebenso anstandslos mit einem heiseren Fauchen an. Das leise Pfeifen des Abgasturboladers hätte ein menschliches Ohr bei diesen tiefen Drehzahlen wahrscheinlich nicht vernommen, aber ihr verriet das Klangbild zusammen mit den Vibrationen des Triebwerkes eine Menge über dessen Zustand. Schien soweit alles in Ordnung zu sein.
Sie fuhr das flache, keilförmige Sportcoupé aus der Tiefgarage hinaus und einmal um den Block, bis sie vor ihrer Haustür zum Halten kam. Mit laufendem Motor hastete sie zum Eingang, aus dem auch schon Simon herauslinste. Schnell beluden sie den Kofferraum mit Simons Koffer und Karins riesigem Tramperrucksack. Ihre Sporttasche hatte in dem flachen Kofferraum des Sportwagens keinen Platz mehr, weshalb sie sie durch die Heckklappe auf die Rückbank fallen ließ. Dann bugsierte sie Karin auf den noch freien der zwei Plätze im Fond und wartete, bis Simon den Beifahrersitz eingenommen hatte, dann fuhr sie los.
Sie bog auf den Friedrichring und kam an der roten Ampel bei der Haltestelle Siegesdenkmal zum Halten. „Ich glaube, wir haben es geschafft. Wir werden jetzt direkt nach Frankfurt fahren und dort den nächsten Direktflug in die Staaten nehmen. Ihr müsst euch keine Sorgen über die Kosten machen.“
„Du verrätst uns wohl nicht, welcher ‚Organisation’ du angehörst?“, bemerkte Karin vom Rücksitz aus.
„Tut mir leid. Vertraut ihr mir trotzdem?“
Simon sah sie lange an und sagte dann: „Fakt ist doch, dass du unser Leben beschützen und unsere Entdeckung retten willst, während unsere Gegner uns umbringen wollen und unsere Entdeckung verschwinden lassen oder für ihre eigenen Zwecke missbrauchen wollen. Wobei wir selbst eigentlich noch nicht wissen, was wir da genau entdeckt haben.
So stellst du die Lage jedenfalls dar. Nach meiner Definition bist du demnach die Gute und die anderen sind die Bösen.“
Sie sah ihn an und lächelte. „Das ist wohl das Schönste, was ich seit langem gehört habe.“
„Ich will eigentlich nicht des Teufels Advokat spielen“, schaltete sich Karin ein, „aber wir haben keinerlei Beweise dafür, dass das stimmt, was du uns erzählt hast. Vielleicht bist du auch die Böse, die uns Naivlinge irgendwohin in die USA verschleppt, wo wir auf Nimmerwiedersehen verschwinden, und die Guten versuchen gerade, uns zu retten.“
„Und wenn du das glaubst, wieso bist du dann eingestiegen?“, wollte Abbey über die Schulter wissen.
„Hm, ich weiß nicht. Dummheit vielleicht?“
In diesem Moment kam jemand aus der Webergasse und lief um den Block herum auf den Friedrichring. Als er den Gehweg erreichte, sah er zufällig zu ihnen hinüber und erstarrte. Simon sah es aus dem Augenwinkel und beobachtete dann ungläubig, wie der Fremde eine Pistole aus seiner Jacke hervorzog. „Abbey, dort rechts! Der Kerl hat eine Waffe!“
Sie blickte nur für einen Sekundenbruchteil hinüber und gab automatisch Gas, obwohl sie noch immer vor der roten Ampel standen. Der Opel Calibra schoss, vom verstärkten Turbolader und über alle vier Räder angetrieben, vorwärts über die unbelebte Kreuzung. Eine Straßenbahn, die von rechts aus der Kaiser-Joseph-Straße kam, kollidierte um Haaresbreite mit ihnen, der Fahrer läutete anhaltend mit seiner penetranten Klingel. Karin sah zurück und bemerkte, wie zwei sich gegenüber liegende Seitenfenster der Straßenbahn urplötzlich zersprangen und Scherben auf das Pflaster regneten.
„Der Typ hat auf uns geschossen! Er hat durch die Bahn hindurch auf uns geschossen. Ich kann sehen, wie er zu einem parkenden weißen Auto läuft. Sie werden uns verfolgen.“
TSR 3012 lenkte den agilen Wagen durch die S-Kurve über die Kreuzung ostwärts auf den Leopoldring, der zweispurig in beide Richtungen als Teil der Stadtkernumfahrung ausgelegt war. Sie meinte lakonisch: „Soll ich dich hier irgendwo rauslassen, Karin? Du kannst dann mit diesem netten Herren darüber diskutieren, wer der Gute und wer der Böse ist.“
„Schon gut, es tut mir leid, Abbey“, zeterte Karin. „Bring’ uns einfach hier raus.“
„Ja, die Gegenseite schläft nicht“, sinnierte Abbey. „Sie hatten bereits ihr Lager hier in Freiburg aufgeschlagen, sonst hätten sie nicht so schnell reagieren können. Wenn wir noch ein paar Minuten länger geblieben wären, hätten wir Schwierigkeiten mit diesen Menschen bekommen.“
„Schwierigkeiten nennst du das? Auf mich ist zum ersten Mal in meinem Leben geschossen worden!“ Karins Stimme war noch immer erhoben.
„Auf mich auch, wenn man es genau nimmt. Köpfe runter!“ Sie passierten eine fest installierte Radarfalle mit über 80 km/h, was diese natürlich zum Auslösen brachte. Danach fuhr sie unter Ausnutzung beider Fahrspuren auf der leeren Straße in eine sehr enge Kurve, wo der Umfahrungsring in die Schlossbergstraße überging. Nach zweihundert Metern sah Abbey im Rückspiegel, wie ein weißer Audi A4 schlingernd um die Kurve hinter ihnen gerutscht kam; die Reifen sprangen fast von den Felgen.
„Jetzt sind wir wohl an der Stelle, wo die typische Verfolgungsjagd kommt, die in keiner guten Action-Geschichte fehlen darf“, war TSR 3012’s nüchterner Kommentar.
„Kannst du das bitte lassen, Abbey?“ Karin war augenscheinlich am Rande der Hysterie.
„Entschuldigt. Das ist wohl meine Art, mit der ungewohnten Situation umzugehen.“
Nun meldete sich Simon auf einmal: „Du machst das schon, Abbey. Wir vertrauen dir. Ich vertraue dir.“
Sie schaltete vom vierten in den fünften Gang und legte ihm dabei für eine Sekunde eine Hand aufs Knie. „Danke, Simon. Das ist lieb von dir. Ich werde mein Bestes tun.“
Sie schaffte es tatsächlich, den Abstand zum Verfolger konstant zu halten. Ein helfender Umstand war die späte Stunde und damit verbunden der schwache Verkehr. Sie lenkte den Calibra mit etwa 100 km/h im Zickzack präzise um zwei einzelne Autos herum, die beide hupten und mit der Lichthupe aufblendeten. Dann fuhr sie am Schwabentor vorbei und riss den Wagen mitten auf der Kreuzung kurz herum, um einen einzelnen Radfahrer nur um Zentimeter zu verfehlen, der hinter ihnen vor Schreck von seinem Rad fiel.
„Das war knapp!“, sagte Simon und stieß die angehaltene Luft wieder aus.
„Nicht wirklich.“
„Pah, Amis! Euch sollte man gar nicht erst Auto fahren lassen. Jedenfalls nicht bei uns.“ Karins Kommentar kam postwendend aus dem Fond.
„Das Bremspedal ist in der Mitte ...“, überlegte TSR 3012 laut.
„Schon gut, ich hab’ verstanden. Ich halte ab jetzt die Klappe. Das ist nur die Anspannung, verbunden mit der Todesangst“, lenkte Karin darauf entnervt ein. Der Sarkasmus in ihrer Stimme war unverkennbar.
Sie raste am Ende des Greiffeneggrings über eine weitere rote Ampel und warf den Wagen in die enge Fahrspur hinein, die auf die Dreisamstraße führte. Von nun an würde es noch über drei Ampeln gehen und danach nur noch geradeaus auf dem Autobahnzubringer zur A 5. Hinter sich sah Simon plötzlich den weißen Audi aufschließen. Der Fahrer musste die ganze Zeit über bar jeder Vernunft Vollgas gegeben haben. Ein Schemen lehnte sich aus dem linken hinteren Seitenfenster. Sie sahen das Mündungsfeuer der Pistole in dem Moment, als sie in die Kurve einfuhren.
Entgegen ihrer Erwartung behielt der Calibra die Bodenhaftung und kam nicht ins Rutschen, worauf sie in einem Sekundenbruchteil herunterschaltete, schneller als irgendein Mensch es vermocht hätte. Sie trat das Gaspedal vehement durch und warf einen kurzen Blick in den Rückspiegel, als der hochgetunte Motor sie voranschießen ließ, auf die erste grüne Signalanlage zu.
Der Verfolger rutschte viel zu schnell in die Kurve und knallte mit dem Heck gegen einen Ampelmast, fing sich jedoch wieder und begann erneut zu beschleunigen.
Jetzt hatte TSR 3012 allerdings freie Fahrt nach vorne. Die anderen Ampeln waren aufgrund einer glücklichen Fügung – ein weiterer Zufall? – alle grün, sodass sie Schlangenlinien fahrend und viel unerwünschte Aufmerksamkeit sowie Unwillen auf sich ziehend ein halbes Dutzend andere Autos umkurvten und mit halsbrecherischer Geschwindigkeit an der Stelle ankamen, wo die zweispurige Straße zum kreuzungsfreien Autobahnzubringer wurde. An dem ersten Schild, das ein Tempolimit von 80 km/h signalisierte, hatten sie bereits die doppelte Geschwindigkeit und beschleunigten noch immer kraftvoll.
Der Audi fiel schnell zurück, seine Lichter waren bald schon im Rückspiegel nur noch als kleiner Punkt auszumachen.
Als sie die Ausfahrt zur Stadtumfahrung erreichten, blinkte TSR 3012 und schaltete das Licht aus, nachdem sie die Ausfahrt passiert hatten.
„Was tust du da?“, rief Karin alarmiert.
„Alter Trick, um im Dunkeln ein Abbiegen vorzutäuschen. Sie werden wahrscheinlich nicht darauf herein gefallen sein, wenn sie es gesehen haben. Aber selbst wenn nicht, wir werden sie abhängen. Sie sehen nicht, wohin wir fahren werden, bis ich auf der Autobahn das Licht wieder einschalte.“ Sie hielt sich im dunklen Wageninneren die rechte Hand seitlich vor die Augen, damit Simon das rötliche Glühen der aktivierten Infrarotsicht nicht sehen konnte.
„Ist das nicht gefährlich, nachts so schnell ohne Beleuchtung zu fahren?“, gab Karin zu bedenken.
„Ich sehe sehr gut im Dunklen. Wenn wir keinem anderen Auto mehr bis zur Auffahrt begegnen, ist es schon in Ordnung. Vertraut mir.“ TSR 3012 konnte schon das Schild in der Ferne erkennen, das die Auffahrt Freiburg-Mitte kennzeichnete.
Sie hatten es geschafft.

[Fortsetzung folgt ...]

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